Das Burgenland wählt seine Ortschefs:
"Freie Bürgerlisten" hofft auf zwei Posten

Manfred Kölly und Wolfgang Rauter mit Chancen Tritt in 53 der insgesamt 170 Gemeinden an

Die Plattform "Freie Bürgerlisten" (FBL) hat für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahl nochmals ihre Erwartungen formuliert: Sie hofft, mit Bürgermeister Manfred Kölly in Deutschkreutz sowie Plattform-Sprecher Wolfgang Rauter in Großhöflein in die Stichwahl einzuziehen, um schließlich den Ortschef stellen zu können.

"Letztendlich gehen wir davon aus, dass wir zwischen 50 und 60 Mandate machen werden", beschrieb Rauter das Wahlziel: "Mehr als 60 wären eine absolute Sensation. Viel weniger als 50 wäre kein Beinbruch, aber doch eine Enttäuschung."

"In einem beträchtlichen Teil" der 53 Gemeinden sei man organisatorisch gut aufgestellt. "Wir werden im Bezirk Eisenstadt mit Sicherheit drittstärkste Kraft werden", meinte Rauter. Im Bezirk rechne er mit insgesamt rund 20 Mandaten für die Bürgerliste.

Rauter lässt Helfer nicht im Regen stehen
Er garantiere, dass er während der nächsten fünf Jahre in Großhöflein politisch aktiv sein werde, kündigte Rauter an. Er werde die Personen, die für die FBL kandidieren, "nicht im Stich lassen". Die Resonanz in der Bevölkerung in Großhöflein war "sehr gut", es sei sicherlich der Wunsch nach einem politischen Wechsel vorhanden. In die Stichwahl zu kommen, sei sicher nicht leicht, "aber es wird doch ein beträchtliches Maß an Unterstützung signalisiert", meinte Rauter.

"Ich denke, dass wir hervorragend unterwegs waren und auch sehr positiv auf die Bevölkerung zugegangen sind", resümierte Kölly. Die Bevölkerung akzeptiere immer mehr, "dass es eine neue Gruppierung gibt hier im Lande". In Deutschkreutz hätten fünf Jahre Arbeit gezeigt, dass man nicht unbedingt eine Mehrheit im Gemeinderat brauche. In den vergangenen Monaten hätten andere Mitbewerber versucht, die Bürgerliste "mit Dreckkübeln anzuschütten". Er glaube, dass ihnen das nicht gelungen sei.

Die "wirkliche Arbeit" beginne für die Plattform heute. Nach der Wahl wolle man mit Schulungen für die Gemeinderäte beginnen.

Kein Statement zu Landtagswahlantritt
Die Frage einer Kandidatur bei der Landtagswahl hänge von so vielen Komponenten ab, dass er sich noch nicht festlegen werde, so Rauter. Einerseits hänge dies vom persönlichen Abschneiden von ihm und Kölly sowie andererseits vom Gesamtergebnis der Gemeinderatswahl ab.

An sich habe man sich schon "ziemlich festgelegt", dass es eine Zukunft für die FBL gebe, die in Richtung Landtagswahl gehe. Dazu müsse aber die Finanzierungsfrage sichergestellt werden: "Es gibt keine Wahlkampfkostenrefundierung, es gibt keine Parteienförderung für uns." Im Hinblick auf das Geld, das man selbst in die bisherige Wahlbewegung hineingesteckt habe, meinte Rauter: "In der Intensität können wir es nicht weiter machen." (APA/red)