Das Anbandeln über das Glasfaserkabel:
Internet-Dating wird in Österreich akzeptiert

Neue "market"-Umfrage zu Online-Partnerbörsen 70 Prozent halten das Internet für geeignete Methode

Das Anbandeln über das Glasfaserkabel:
Internet-Dating wird in Österreich akzeptiert © Bild: APA/Peer Grimm

Das virtuelle Anbandeln hat sich in Österreich etabliert. 70 Prozent der Bevölkerung halten Partnervermittlung sowie Single-, Flirt- und Datingbörsen im Internet für eine geeignete Methode zum Austausch mit Menschen gleicher Interessen. 81 Prozent sehen darin vor allem für Schüchterne eine optimale Möglichkeit. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor.

"market" hat im September telefonische Interviews mit 510 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ausgewählten Personen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Einstellung von Frauen und Männern zu Internet-Plattformen stark polarisiert: 46 Prozent der weiblichen Befragten vermuten dahinter eine Spielwiese für "notorische Fremdgänger", beim männlichen Bevölkerungsteil liegt dieser Wert nur bei 33 Prozent. 59 Prozent der Frauen wollen zudem ihr Gegenüber vor der Kontaktaufnahme direkt sehen, bei den Männern sind es nur 41 Prozent.

Jüngere sehen darin "Jux"
Besonders beliebt ist das Flirten im World Wide Web bei den 30-bis 49-Jährigen, 60 Prozent von ihnen halten es für einen tollen zusätzlichen Nutzen zum normalen Internetgebrauch. 61 Prozent der Jüngeren sehen darin einen "Jux, den man sich in der Freizeit machen kann". 40 Prozent von ihnen glauben, dabei zu "geschickten Aufreißern" geformt zu werden. Ebenfalls 40 Prozent der über 50-Jährigen halten das virtuelle Anbandeln für die einzige Möglichkeit des Kennenlernens für Menschen, die aus beruflichen Gründen keine Zeit für die Partnersuche haben.

93 Prozent jener Österreicher, die Singlebörsen aktiv nutzen, sind von deren Kontaktmöglichkeit überzeugt. Sie betonen auch besonders stark (50 Prozent), dass beruflich stark engagierte Personen im Internet gute Chancen haben. 44 Prozent sind der Meinung, dass das Web eine erfolgreiche Übungsspielwiese fürs Flirten ist.
(apa/red)