Das 0:6 ausradieren: Kapfenberger wollen gegen Kärnten ihre Ehre wiederherstellen

"Haben normal trainiert und Regeneration gemacht" Klagenfurter strotzen derzeit vor Selbstvertrauen

Das 0:6 ausradieren: Kapfenberger wollen gegen Kärnten ihre Ehre wiederherstellen © Bild: Reuters/Zolles

Der Kapfenberger SV sinnt vier Tage nach der bis dato bittersten Oberhaus-Schlappe seit dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga auf Revanche. Im Rückrundenduell mit Austria Kärnten in der 10. Runde heute abend (19.30 Uhr/live auf news.at) wollen die "Falken" das 0:6 in Klagenfurt vergessen machen. Die Gäste wiederum planen nach vier Bundesliga-Siegen in Serie und einem Torverhältnis von 12:0 den nächsten Coup.

"Unser großes Ziel für diese Woche ist, uns das Leben in der Winterpause leichter zu machen", meinte Kärnten-Coach Frenkie Schinkels vor den Auftritten gegen Kapfenberg sowie zu Hause gegen die Wiener Austria. Während bei den Kapfenbergern nach dem Debakel in Kärnten Frustbewältigung angesagt war, strotzen die Klagenfurter derzeit vor Selbstvertrauen. Die Liga-Siegesserie wurde nur durch das Aus im Cup unterbrochen, Torhüter Andreas Schranz ist bereits vier Bundesliga-Spiele oder 376 Minuten ohne Gegentreffer.

Trotzdem richtet Schinkels den Blick (noch) nicht auf die Top-Ränge. "Ich bleibe bei meiner Prognose. Es gibt eine Gruppe von fünf Teams die vorne mitmischen, wir wollen Erster der fünf anderen werden. Wenn wir das erreichen, haben wir unser Ziel erreicht", umriss der Trainer sein Ziel vor den kommenden Auftritten. Mit einem Erfolg im Franz-Fekete-Stadion könnte Kärnten nicht nur den zweiten Saisonerfolg in der Ferne unter Dach und Fach bringen, sondern vor den Partien gegen das derzeitige Spitzentrio Austria, Sturm Graz und Rapid noch einmal Selbstvertrauen tanken.

"Brasilos" sollen's für Kärnten richten
Die Kärntner Austria vertraut dabei auf brasilianischen Fußballzauber. Mit Triple-Torschütze Adi, Neuzugang Schumacher und Chiquinho sorgten beim 6:0 drei "Brasilos" für gleich fünf Treffer, Sandro komplettiert das Quartett. "Natürlich machen die das berühmte Kraut fett. Sie bringen das hinein, was uns fehlt. Ich habe keinen österreichischen Spieler gefunden, der spielerisch das bringt", meinte Schinkels, der heute auf den verletzten Zlatko Junuzovic (Seitenbandeinriss) verzichten muss. "Ich habe nun Charaktere gefunden, die ich in meiner Zeit als Austria-Coach nicht hatte. Da waren einige dabei, die keinen Charakter hatten."

Wenig zu lachen hatte am Wochenende Kapfenberg, für lange Diskussionen war jedoch nicht lange Zeit. "Wir haben wenig über das Spiel gesprochen, haben ganz normal trainiert und ein wenig Regeneration gemacht", erklärte Trainer Werner Gregoritsch. Mut schöpft man in der Steiermark aus der Tatsache, dass auch in der Erste-Liga-Meistersaison 2007/08 nach einem 0:5 in Schwadorf eine Siegesserie gestartet wurde.

Der zuletzt gezeigten Leistung, laut Gregoritsch ein "Kollektiv-Versagen", zum Trotz, könnten die neuntplatzierten Kapfenberger mit dem zweiten Heimsieg den Vorsprung auf Schlusslicht Altach ausbauen. Gregoritsch kündigte nach dem Debakel in Klagenfurt Umstellungen an, wieder zur Verfügung steht Kapitän Dominique Taboga, der nach seiner Verletzungspause in die Mannschaft zurückgekehrt ist.

Mögliche Aufstellungen:

Kapfenberger SV Superfund - SK Austria Kärnten
(Kapfenberg, Franz-Fekete-Stadion, SR Drabek).

Kapfenberg: Eisl - Taboga, Iencsi, Fukal, Siegl - Lienhart, Erkinger, Sencar, Reiter - Bernsteiner, Lucic

Ersatz: Susko - Osoinik, Milosevic, Schönberger, Liendl, Felfernig, Stepanek, Pejic, Wieger

Es fehlen: Rauscher, Akoto, Schellander (alle verletzt)

Kärnten: Schranz - Bubenik, Chaile, Ortlechner, Bukva - Wolf, M. Weber, Riedl, Sandro - Schumacher, Adi

Ersatz: H. Weber - Pirker, Hinum, Pichorner, Jakirovic, Chiquinho, Nuhiu

Es fehlen: Junuzovic, Mair, M. Dollinger, Prawda, Pusztai (alle verletzt)

(apa/red)

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