Darabos bremst bei Wehrpflicht für Frauen:
Vorstoß von BP Fischer "aktuell kein Thema"

Verteidigungsminister: "Kommen mit Männern aus" Aber: "Langfristig kann man darüber nachdenken"

Darabos bremst bei Wehrpflicht für Frauen:
Vorstoß von BP Fischer "aktuell kein Thema" © Bild: APA/Stuhlhofer

Eine Wehrpflicht für Frauen in Österreich ist für Verteidigungsminister Darabos "aktuell kein Thema". Man komme mit den männlichen Wehrpflichtigen vollends aus und habe nicht vor, etwas daran zu ändern, so Darabos. Wenn Frauen irgendwann den Männern voll gleichgestellt seien, etwa bei den Löhnen, könne man über eine Wehrpflicht für Frauen nachdenken, allerdings langfristig.

Bei der ÖVP und den Oppositionsparteien stieß die Idee so oder so auf wenig Gegenliebe. ÖVP-Frauensprecherin Dorothea Schittenhelm sieht den verpflichtenden Dienst an der Waffe für Frauen als "überhaupt kein Thema in Europa" und daher auch nicht hierzulande an. "Wir sollten uns auf die Fragen konzentrieren, die wir in absehbarer Zeit zu lösen haben", sagte sie dem ORF-Radio.

Für die FPÖ verwies deren Vize Norbert Hofer auf die Betreuungsleistungen von Frauen, weswegen eine Verpflichtung zum Wehrdienst nicht gerecht wäre. Er erneuerte aber die alte Forderung nach einer - freiwilligen - Musterung für Frauen im Sinne der Gesundheitsvorsorge. Die Grüne Jugend- und Zivildienstsprecherin Tanja Windbüchler-Souschill wiederholte wiederum die Forderung ihrer Partei nach einer Abschaffung der Wehrpflicht. BZÖ-Frauensprecherin Martina Schenk bekräftigte ebenfalls das Eintreten ihrer Partei für ein Aussetzen der allgemeinen Wehrpflicht sowie für ein Berufsheer mit einer Freiwilligenmiliz.

Fischer missverstanden?
Bundespräsident Fischer hat sich bemüht klarzustellen, dass er mitnichten für eine Frauen-Wehrpflicht eintrete. "Ich bin nicht dafür", sagte er im Ö1-"Mittagsjournal". Er habe sich lediglich auf eine "Grundsatzdebatte eingelassen", ob im Laufe der Zeit und mit fortschreitender Gleichstellung von Mann und Frau "auch über Leistungen im Bereich der Landesverteidigung und der Sozialdienste" nachgedacht werden könnte. Bei ÖVP und Oppositionsparteien stieß die Idee so oder so auf wenig Gegenliebe.

(apa/red)

Kommentare

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ein langer Weg zur Gleichstellung von Frauen Ausnahmsweise kann ich diesbezüglich der Darstellung von Frau Minister Heinisch folgen: \'Es wäre noch ein sehr langer Weg bis zur Umsetzung der Gleichstellung von Mann und Frau - danach könne man über die Wehrpflicht für Frauen nachdenken ...\'

Ja, und auf diesem Weg sollte man - zum Wohl unserer Kinder !!! - im Familienrecht umgehend die unmenschliche Diskriminierung von Vätern abstellen. (www.scheidungsindustrie.at)
Frau Minister Bandion hat es längst verstanden - nur Heinisch ist Lichtjahre von jeglicher Gerechtigkeit und dem Wohl unserer Kinder entfernt ... sie pumpt lieber Millionen von Steuer-Euros in die Hetzkampagne gegen die Hälfte der österr. Bevölkerung, die Männer?! Wer wird eine Partei mit einer solchen Ministerin noch wählen ...? Also, \'Hirn einschalten\' bevor man sein \'Kreuzerl\' macht!

Q-Marine melden

Re: ein langer Weg zur Gleichstellung von Frauen Der Männerminister wird sich sicher irgendwann um diese offensichtliche Ungerechtigkeit kümmern.

WAS? Es gibt keinen?

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finde ich absolut gerechtfertigt ich würde es klasse finden,
Gleichberechtigung bedeutet auch Präzens/Zivildienst für die Frauen.

warte jetzt jetzt gespannt auf die erste Frau,
die schreibt,
"aber wir bekommen die Kinder"

Woodentree melden

Re: finde ich absolut gerechtfertigt Tun wir. Macht aber nix. Schließlich gibts nicht umsonst Karenz für Väter.
Das Prob mit der Gleichstellung ist, dass die ganzen Aktivisten seit Jahrzehnten daran gewöhnt sind, dass Frauen größtenteils benachteiligt sind, wenn es um die Rechte geht. Daher haben sie versucht, so viele Rechte wie möglich auszuschlagen und dabei vergessen, dass man neben Rechten auch einen Haufen Pflichten hat.
Dazu kommt noch... hey, Männer sind/waren die Tonangebenden seit Beginn der Menschheit, warum sollten Frauen nicht auch mal ein bisschen Spaß haben? ;-)

Oh, zum Thema Wehrdienst? Meinetwegen, aber ich wär eher für ein soziales halbes Jahr oä, das spart Geld, bringt Erfahrung und zeigt so manchem, wie das Leben tatsächlich läuft. Und wenn es alle machen müssen, ist auch niemand benachteiligt im Job.

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Re: finde ich absolut gerechtfertigt ich rede ja nicht nur vom Wehrdienst,
sondern auch vom Zivildienst,
(und da hätten wir das soziale Jahr)

In Zeiten der Gleichberechtigung Wehrpflicht für alle (muß ja nicht Wehrdienst sein, es gibt ja den Zivildienst und die Organisationen wie die Rettung etc. würden sich freuen)

stefan251 melden

So ein geistiger Dünnschiss Mal abgesehen, dass die Wehrpflicht sowieso ein Relikt aus der Vergangenheit ist (wobei ich es erstaunlich find, wie praktisch alle unsere Politiker die als so modern und brauchbar verteidigen; ein Grund mehr das Ganze zu boykottieren, was ich jedem männlichen Staatsbürger rate), ist das mal wieder die Bestätigung das die großartige Gleichberechtigung nur dort zum Einsatz kommt, wo Frauen bessergestellt werden. Aber bloß nicht, wo sie etwas Negatives über sich ergehen lassen müssen.

Keine Frage, ich find es schon richtig, dass eine Gleichstellung in Sachen Gehalt etc. endlich mal hergehört.

stefan251 melden

Re: So ein geistiger Dünnschiss Aba wie schon ein Vorschreiber betonte, das mit dem "Picken wir uns die Rosinen aus dem Kuchen" sollt ma abschaffen. Aba das is dann ja wieder politisch unkorrekt und frauenfeindlich...

Ich schäme mich schön langsam für das Land (vulgo die Politiker die das Land repräsentieren).

Wehrpflicht Reicht es denn nicht die jungen Männer aus Ihrer Ausbildung zu reißen und sie sechs Monate lang unter das Kommando von größtenteils "zivillebensfremden" Leuten zu stellen, die nicht mal fähig sind sich selbst zu führen. Man hat sich halt damit abgefunden, mit ca. 20 Jahren dieses Affentheater über sich ergehen zu lassen und fertig. Aber jetzt mit den Mädls noch das gleiche einzuführen grenzt an ..... Weg mit der Wehrpflicht, denen´s gefällt können sich ohnehin freiwillig melden. Wenn schon verpflichtend dann wenigstens etwas nützliches, vl. auch im Rahmen vom Bundesheer. Bis jetzt dient es ohnehin nur für Reinigung und als pädagogisches Mittel für geistig benachteiligte Ausbilder, die endlich jemand gefunden haben, der auch ihnen Respekt und Achtung gegenüber bringt bzw. bringen muss

Gleichberechtigung? Mich wundert sowieso, warum die allgemeine Wehrpflicht für Frauen nicht schon längst umgesetzt wurde.
Da zeigt sich wieder einmal, dass man sich bei der Gleichberechtigung nur die Rosinen aus dem Kuchen picken will, was einem nicht angenehm ist darf ruhig ungerecht bleiben.
Lustig auch die Aussage: "Zuerst passen wir mal die Gehälter an, vorher wollen wir der Wehrpflicht für Frauen nichts wissen." Warum zuerst die VORTEILE für Frauen? Jede Ungerechtigkeit sollte doch den gleichen Stellenwert haben.

Bei "Es gibt wichtigere Probleme in Österreich" musste ich auch bitter lachen. Was denn? Verkehrsschilder mit Rockträgern, Hymnenumtextungen und Wetter-Hochs mit Frauennamen?

Wehrpflicht für Frauen Wieder ein gutes Beispiel für ein politisches Ablenkmanöver. Nachdem die Wehrpflicht generell hinterfragt wird (andere Länder sind da schon viel weiter als das kleine Österreich) und UHBP von seinen Generälen entsprechend informiert wurde tunlichst nicht daran zu rütteln, wird nun die Gleichberechtigung herangezogen, um weiter davon abzulenken. Und Fischer lässt sich missbrauchen. Armes Österreich - von \'grossen Söhnen\' wie in der Bundeshymne genannt ist da nix zu sehen.

Abschaffen der WEhrpflicht Bis jetzt war ich ein Fischerfreund, aber diese Aussage ??

Frauenwehrpflicht so ein Blödsinn, es ist nicht mehr Zeitgemäß junge Leute aus Ihrem Ausbildungs/Berufsleben zu reißen, daher weg mit der Wehrpflicht. Ein kleines Berufsheer könnte die Aufgaben wesentlich Kostenbewußter erledigen. Wann kommt das Volksbegehren ??

BP Fischer. Recht haben Sie Herr Bundespräsident. Nur ich wünsche mir solche Aussagen öfters von Ihnen!

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