Darabos in NEWS: "Ausreden von Scheibner,
Grasser und Schüssel sind fadenscheinig"

Eurofighter: Minister rechnet mit Vorgängern ab Die damalige Regierung habe "fahrlässig" gehandelt

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner aktuellen Ausgabe ein Interview mit Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) zu den Eurofightern, Chancen eines Vertragsausstieges und die Verantwortung für den Kaufvertrag.

Darabos, der eine Ministerweisung herausgegeben hat, wonach ein Vertragsausstieg "Priorität" hat, sieht bisher noch keinen vertragskonformen Ausstiegsgrund. Allerdings macht er dafür den Kaufvertrag und dessen Zustandekommen verantwortlich.

Darabos: "Der Kaufvertrag ist auf sehr eigenartige Weise zustande gekommen. Es verdichten sich die Hinweise, dass der Hersteller offensichtlich den Vertrag diktiert hat und die Republik das Diktat zur Kenntnis genommen hat."

Auf die Frage, wer dafür die Verantwortung zu tragen habe, sagt Darabos: "Das betrifft vor allem meinen Vor-Vorgänger Herbert Scheibner, Exfinanzminister Karl-Heinz Grasser und Exkanzler Wolfgang Schüssel. Ich sage das in aller Härte, weil heute stellen die drei es so dar, als sei damals überhaupt niemand für den Eurofighter gewesen."

Darabos: "Dass die größte Anschaffung der 2. Republik beim Frühstück des Bundeskanzlers fällt, ist doch ein Sittenbild der alten, schwarz-orangen Regierung. Wenn wir heute so eine Entscheidung auf diese Art treffen würden, hätte man uns zu Recht kritisiert. Insofern mache ich allen, die damals in der Regierung waren, den Vorwurf, dass sie hier fahrlässig gehandelt haben. Die Ausreden die Scheibner, Grasser und Schüssel heute liefern, sind sehr fadenscheinig."

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