Darabos will rasch handeln: Minister plant baldige Gespräche mit Eurofighter-Hersteller

Szenario: Von Ausstieg bis Reduktion ist alles möglich PLUS: ÖVP stichelt gegen Neo-Verteidigungsminister

Der neue Verteidigungsminister Darabos will in Sachen Eurofighter rasch Gespräche mit der Herstellerfirma EADS führen. Er sei bereit, dazu nach Deutschland zu fliegen oder einen Gesprächstermin in Österreich anzunehmen. Die Alternativen zum Ankauf der Flugzeuge reichen seiner Ansicht nach von einem Vollausstieg über Leasingvarianten mit anderen Herstellern bis hin zu einer Reduktion der Stückzahl.

Er gehe "guten Mutes in die Verhandlungen", so Darabos. Über Details wolle er sich auch mit Rücksicht auf den Vertragspartner nicht äußern. Seiner Ansicht nach sei in der Angelegenheit "sehr viel offen." Er glaube, dass es eine Möglichkeit gebe, "für Österreich etwas zu verbessern und Geld einzusparen".

Persönlich glaube er, dass es es möglich sei, eine Reduzierung der Stückzahl beim Eurofighter insofern anzudenken, als dies keine Einschränkung der Sicherheit der Luftraumüberwachung bedinge. Man habe einerseits ein Upgrading der Saab-Maschinen des Bundesheeres vorgenommen, um sie noch einmal bis 2020 tauglich zu machen. Die Herstellerfirma habe überdies den Standpunkt vertreten, dass 13 Maschinen für die Luftraumüberwachung in Österreich ausreichen würden. Diese Diskussion habe er jedoch mit den Militärs intern und dann mit den Firmen zu führen.

Darabos bekannte sich außerdem zu einer Beibehaltung des Bundesheer-Assistenzeinsatzes "mindestens bis 2008": Als Minister könne er garantieren, dass der Assistenzeinsatz in Ostösterreich und im Burgenland so lange beibehalten werde, solange die Schengenreife der EU-Mitgliedsstaaten Ungarn, Slowakei, Tschechien und Slowenien nicht gegeben sei. In den letzten 15 Jahren hätten rund 300.000 Soldaten Dienst an der Grenze getan und etwa 85.000 Personen aufgegriffen.

(apa/red)