Darabos spricht ein Machtwort: Eurofighter überwachen nur österreichischen Luftraum

Auslands-Einsätze stehen definitiv nicht zur Debatte BH-Generalleutnant hatte zuletzt Gegenteil behauptet

Darabos spricht ein Machtwort: Eurofighter überwachen nur österreichischen Luftraum © Bild: APA/Rieger/BMLVS

Verteidigungsminister Norbert Darabos hat klargestellt, dass "die Eurofighter ausschließlich der Überwachung des österreichischen Luftraums dienen". Er trat damit der Aussage des Chefs des Streitkräfteführungskommandos, Generalleutnant Günter Höfler, im "profil" entgegen, wonach auch Auslandseinsätze denkbar wären. Darabos merkte an, dass die Entscheidungskompetenz in dieser Frage bei der Politik liege.

"Es entscheiden nicht Militärs, sondern die Regierung und das Parlament über die Beteiligung des Bundesheeres an Auslandseinsätzen", führte er aus. Die Beteiligung der österreichischen Abfangjäger an Einsätzen im Ausland stehe nicht zur Debatte, betonte Darabos laut der Aussendung - versehen mit dem Zusatz, dass der Minister ein "klarer Befürworter der Neutralität ist".

Der Chef des Streitkräfteführungskommandos, Generalleutnant Günter Höfler meinte in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil", er könne sich die Abfangjäger etwa bei einer von der EU durchgeführten Überwachung einer No-Fly-Zone im Einsatz vorstellen. Heftige Kritik an dieser Idee kam bereits vom Grünen Sicherheitssprecher Peter Pilz, der von verantwortungslosen Aussagen spricht.

Aufgrund fehlender Ersatzteile, teurer Logistik und dem "Chaos" am Flughafen Zeltweg müssten schon derzeit Saab 105OE den österreichischen Luftraum überwachen. Damit sei klar, dass auch militärisch ein internationaler Einsatz der Eurofighter ein unverantwortliches Abenteuer wäre. Pilz meint, dass Verteidigungsminister Norbert Darabos die Kontrolle über seine Militärs verloren habe. Er fordert die sofortige Einberufung des Landesverteidigungsausschusses.

(apa/red)

Kommentare

Darabos und Eurofighter! Ich bin der Meinung, dass wir keines der beiden in meiner
Überschrift genannten "Objekte" wirklich gebraucht hätten!
Kosten BEIDE nur viel Geld und bringen UNS allen NICHTS!

Wenn ein Buntblech-Behängter... ...Interviews gibt, gerät das fast immer zum entlarvenden Desaster. Ja klar, die Kriegsgeilheit ist gross, es ist echt zum aus-der-Haut-fahren, dass wir als kleiner, neutraler Staat nirgends mitmischen dürfen. Da muss es doch irgendwo ein Hintertürl geben...
Der Mann muss sofort suspendiert und mit der geringstmöglichen Abfertigung und Pension bedacht werden.

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Eurofighter Hmm die österreichische Version dieser Flugzeuge kann gar nichts, erstens einmal wurden schon \'\'alte\'\' Flugzeuge gekauft welche nicht einmal die neueste Software an Board haben, zweitens hat Österreich für solch einen Einsatz keine Ersatzteile.

Außerdem kann man mit 15 Flugzeugen nicht wirklich viel anrichten, von denen überhaupt nur 4 einsatzfähig sind, und die Anderen für die 4 Stück ausgeschlachtet werden müssen um die Flugzeuge am Leben zu erhalten.

Man würde sich nur blamieren........., aber naja Österreich hat sich Eurofighter kaufen müssen um damit prallen zu können, quasi nach dem Motto: Wir haben diese Flugzeuge sind stolz darauf, können sie aber nicht betreiben weil wir kein Geld dafür haben....

F-16 hättens auch gemacht, und wären billiger gewesen, naja pech gehabt ....

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Re: Eurofighter Es ist aber bei diesen Geräten immer so daß 1/3 einsatzbereit ist, 1/3 in Wartung und 1/3 in Reparatur.
Bei internationalen Einsätzen bräuchte jede Type ein eigenes Wartungszentrum. Munition, Treibstoff, Reifen, auf alles kommt es an. Aber wir könnten uns da raus halten und uns nur an den Kosten beteiligen. Ja, das könnte für unseren ganzen Luftraum über Österreich gelten, aber billiger würde es nicht sein.

Is eh klar Nachdem zwei von vier Schutzsystemen in der abgespeckten Version ausgebaut wurden ist er nur mehr zum Abfangen geeignet, weil gegen Boden-Luft-Raketen wehrlos.
Aber wir haben bei diesen Peacekeeping-Maßnahmen ohnehin nichts verloren.

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Pilz und Co Na ja, ausnahmsweise hat der Pilz ja recht (Das ist sicher nicht auf seinem Mist gewachsen), aber wieso reißt der noch immer seinen Mnd auf? Ist der noch nicht abgesägt?

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Re: Pilz und Co Warum sollte er "abgesägt" worden sein, von wem? Ja, den Blaufuzzis wäre das schon recht, aber es ist völlig in Ordnung, dass er "seinen Mund aufreisst", er hat sich als Aufdecker einen Namen gemacht und möge auch weiterhin unbequem sein. IN dieser Republik wird ohnehin zuviel vertuscht.

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Re: Pilz und Co Ich bin weder blau, noch blaäugig - klar?
ABER: Was hat denn der Pilz ALS POLITIKER bis jetzt denn getan? Absolut nichts!
Und Aufdecker gibt es bessere!
Die meisten von ihm aufgedeckten "Skandale" verlaufen im Wasser, weil sie falsch, oder zu schlecht recherhiert sind!
Als Politiker sollteer politisch tätig sein! Und ds hat er in all den Jahren versäumt!
Ergo: So ein Sesselkleber ist kontraproduktiv und zu teuer - also unnötig!

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