Darabos spricht mit Eurofighter-GmbH: Zweifelt an positivem Güteprüfung-Ergebnis

Gab keine Auskunft zu Verhandlungsgegenstand Blieb stumm zu Offenlegung von Rapid-EADS-Vertrag

Die Gespräche zwischen Verteidigungsminister Norbert Darabos und der Eurofighter-GmbH werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Das hat Darabos vor dem Ministerrat bekannt gegeben. Man werde sich auch über das verlängerte Wochenende - "wo andere sich zurücklehnen" - treffen, meinte er. Keine Auskunft gab es zu dem Verhandlungsgegenstand. So wollte Darabos Gerüchte, wonach es um eine Preisreduktion um 10 Prozent gehen soll, nicht kommentieren. Er verwies auf die Vertraulichkeit.

Darabos geht davon aus, dass die Güteprüfung des ersten Fliegers in Manching nächste Woche durchgeführt wird. Auf die Frage, welches Ergebnis er sich erwarte, meinte der Verteidigungsminister, "das wird man sehen". Er verwies aber erneut auf seine Aussage vor dem Eurofighter-Untersuchungsauschuss, wonach die Lizenzen immer noch ausständig seien und es Indizien gebe, dass seitens Eurofighter nicht alle Vereinbarungen des Vertrags erfüllt werden können.

Nicht äußern wollte sich der Verteidigungsminister zu der Frage, ob man den Vertrag zwischen dem Jet-Produzenten EADS und dem Fußballklub Rapid offen legen solle. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hatte das zuvor gefordert. Er werde Rapid hier keinen Ratschlag erteilen, meinte Darabos. Er sprach im Zusammenhang mit den Ereignissen rund um die Zahlungen an den Fußballklub aber von einem "konstruierten Wirbel" seitens der ÖVP, den er eigenartig finde. Wenn man sich seine Haltung in den letzten Jahren zu der Causa Eurofighter ansehe, dann wisse man auf welcher Seite er stehe. Insofern sei auch die Tatsache, dass er im Rapid-Kuratorium sitzt, unwesentlich, meinte Darabos. Er übe dort nur eine beratende Funktion aus. Das Kuratorium sei generell überbewertet. (apa/red)