Dancing Stars von

Balázs Ekker: Null Punkte

Sein Debüt als Juror endete im Debakel. Im NEWS-Interview gelobt er Besserung.

Dancing Stars - Balázs Ekker: Null Punkte © Bild: ORF/Ali Schafler

Von wegen "ungarischer Pfefferarsch". Der von Katerina Jacob derart verunglimpfte Neo-Juror Balázs Ekker hatte beim ersten "Dancing Star"“-Einsatz weder Pfeffer, noch war er ein "Arsch". Nicht einmal seine Tanzkritik klang "ungarisch".

Während sich ein Millionenpublikum fragt, weshalb der Bändiger von Kalibern wie Jeannine Schiller oder Gitta Saxx plötzlich schmähstad ist, ergeht sich die begleitende Publizistik in Schmähungen.

Von "pannonischer Überforderung" schreibt der "Kurier", "Lag's an der Nervosität?", orakelt TV-MEDIA, und via "Krone" erhielt Ekker "Post von Jeannée", gekonnt bösartig. In NEWS bezieht Österreichs beliebtester Eintänzer, jetzt Einsitzer, erstmals Stellung.

NEWS: Herr Ekker, wie lautet Ihr Resümee nach der ersten Sendung?
Balázs Ekker: Die Damen haben mir gut gefallen. Bis auf Dolly Buster, die eindeutig die Schwächste war. Sie hat weder Rhythmus-noch Taktgefühl. Aber sie hat Humor und Eigenironie. Das kann sie retten.

NEWS: Wenn die Performance auf niedrigem Niveau dümpelt, beeindruckt jede Steigerung, sei sie noch so minimal.
Ekker: Was auch immer Dollys Partner aus ihr herausholt, ist eine Sensation.

NEWS: Sie wissen um die Schwierigkeiten von Profitänzern mit ihren Promi-Partnern. Wie war es, diesmal in der Jury zu sitzen?
Ekker: Das war nichts - wie vielleicht manche Zuseher meinen - großartig Neues für mich. Ich bin geprüfter Wertungsrichter und war schon oft bei internationalen Bewerben im Einsatz. Und bei der Show bin ich auch schon ewig dabei …

Eine Pointe um der Pointe willen - das lehne ich ab. Ich bin Tänzer, kein Komiker.

NEWS: Wie bewerten Sie demnach Ihre eigene Performance? Hat sie Entwicklungspotenzial wie Dolly Buster?
Ekker: Auf jeden Fall! Jede Aufgabe kann man beim zweiten Mal besser als beim ersten Mal. Ich wollte mich in der ersten Show von einer anderen, professionellen Seite zeigen und nicht Kapital aus billigen Pointen schlagen. Ich wollte dem Publikum wie den Kandidaten demonstrieren, dass sie von mir in erster Linie eine qualifizierte Fachwertung zu erwarten haben. Natürlich habe ich auch die Aufgabe, die Show mit frechen Pointen aufzupeppen, aber das hebe ich mir für später auf. Wenn die Situation einen guten Sager provoziert, dann wird er kommen. Eine Pointe um der Pointe willen - das lehne ich ab. Ich bin Tänzer, kein Komiker.

NEWS: TV-Journalisten haben genau das kritisiert. "Dancing Stars" ist immerhin die größte Unterhaltungsshow des ORF.
Ekker: Die Kritiker sind mir egal. Ich nehme den Job in der Jury ernst. Noch mal: Ich werde sicher keine Menschen beleidigen, um damit billig Schlagzeile zu machen. Das empfinde ich nicht als professionell. Wenn mich deshalb jemand als langweilig bezeichnet, dann nehme ich es in Kauf. Im Laufe der nächsten Shows wird es genug geben, was es verdient, entsprechend kommentiert zu werden. Aber niemand kann mir vorschreiben, wie ich zu sein habe. Selbst der ORF nicht. Auch wenn das viele glauben …

NEWS: Haben Sie absolut freie Hand? Gibt es niemanden, der Ihnen einige Gags schreibt?
Ekker: Ja, ich kann mich so verhalten, wie ich es für richtig empfinde. Und das ist auch gut so. Dass ich meinen Weg noch nicht ganz gefunden habe, liegt auf der Hand. Wir hatten gerade einmal eine Show. Aber der Weg muss gefunden werden und nicht erfunden. Ich halte nichts von künstlichem, unauthentischem Getue. An das erste "Wunderbar" von Harald Serafin kann sich heute auch niemand mehr erinnern.

NEWS: Wie sind Sie in die Jury gekommen?
Ekker: Wie das so ist. Einer hat die Idee (lacht) , dann wird darüber gesprochen, und man einigt sich. Nur, ich habe sicherlich nicht den Einfluss, dass ich in den ORF spaziere und sage, "jetzt reicht es mir mit dem Tanzen, ich möchte in die Jury", und alle richten sich danach. Wie es letztlich gekommen ist, freut es mich, denn nach sechs Jahren als aktiver Tänzer bei "Dancing Stars" wäre irgendwann die Zeit gekommen, den Hut zu nehmen. Ich hätte die Show furchtbar vermisst. Als Juror kann ich weiterhin mitwirken und mich auf eine vollkommen andere Art einbringen. Außerdem bin ich der einzige Juror, der weiß, wie man auf der anderen Seite empfindet. Allein schon deshalb kann ich über die Kandidaten keine billigen Scherze machen.

Katerina Jacob hat ein Drama inszeniert. Das Publikum hat das nicht goutiert.

NEWS: Diese Woche treten die Herren an. Wie beurteilen Sie deren Können?
Ekker: Nach der ersten Show kann man sagen, dass die Herren dieses Jahr eindeutig schlechter sind als die Damen. Ich sehe Potenzial, auch einige Tiefstapler - aber dass da in den nächsten Sendungen rein tänzerisch die Fetzen fliegen, das halte ich für eher unwahrscheinlich. Dafür sind unter den Herren einige Komödianten unterwegs, von denen man sich nicht in die Irre führen lassen darf. Ich persönlich halte es für problematisch, wenn sich jemand, so wie Dieter Chmelar im letzten Jahr, nur durch gute Witze durch die Sendung mogelt. Ich bin sicher, einige haben sich den Dieter zum Vorbild genommen und denken sich, dass sie mit dieser Methode durchkommen. Das finde ich nicht gut. Die Teilnehmer von "Dancing Stars" sollen durch Leistung punkten und nicht durch Strategie. Ich sehe es als meine Aufgabe, all jene zu entlarven, die über Nicht-Können und vor allem über Nicht-Bemühen hinwegtäuschen wollen. Dagegen werde ich alles tun. Die Promis sollen ihre Tanzschritte lernen und nicht darüber nachdenken, wie sie sich noch lächerlicher machen können, damit sie die Sympathie der Zuseher auf ihrer Seite haben. Wie gesagt, einige Verdächtige habe ich bereits im Auge.

NEWS: Hat es Sie gefreut, dass Ihre schärfste Kritikerin Katerina Jacob rausflog?
Egger: Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, ich hätte geweint, als klar war, dass sie gehen muss. Das klingt vielleicht überheblich, aber mir war von vornherein klar, dass sie es mit dieser Art von Meldungen nicht weit bringen wird. Das ist schade, denn überraschenderweise war ihre Leistung nicht schlecht. Sie hat ein Drama inszeniert, das jeder Tatsache entbehrte. Das hat das Publikum nicht goutiert.

Kommentare

Für DIESE Publikumsverarscherei.. müssen wir auch noch mit unseren Zwangs-Gebühren diese verhinderten Hüpfdohlen und Konsorten bezahlen !!????
Auch ich bin glücklich, daß ich auf Satelitenempfang zurückgreifen kann.

Bin ich froh dass es noch andere Sender gibt !!!!!!!
Und für so einen Schwachsinn verlangt der ORF noch Gebühren.

wheeler1

Danzing Bärlis Also wenn diese sogenannte Show nicht stattfinden würde, würde mir das gar nicht auffallen. Natürlich schau\' ich diesen Schwachsinn nicht. Was soll ich mit diesen aufgeblasenen Möchtegern-Promis. Lustig soll das sein? Ich habe diese "Show" ein einziges mal gesehen und musste fast weinen, soviel Mist wird hier verzapft. Ich weiss nicht warum der ORF dies seinen Sehern vorsetzt? Da wundert es mich nicht, dass viele - so auch ich - auf ein anderes Programm mit Freuden umschalten. Ich bin eh bald aus diesem Land draussen und werde mich dort niederlassen, wo man keinen solchen Schwachsinn im TV sehen muss. BALI- ich komme..... bald....

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