Dan Brown von

Langdon bald in Wien?

"Inferno"-Autor über einen Wien-Roman und die Überlebens-Chancen der Menschheit

Dan Brown Inferno © Bild: APA/EPA/Hidalgo

Dan Brown rettet in seinem neuesten Thriller "Inferno" die Welt vor einer Viren-Attacke. Auch dieses Mal ist wieder Harvard-Symbologe Robert Langdon der Held. Im NEWS-Interview bewertet der millionenschwere Bestseller-Autor die Überlebens-Chancen der Menschheit.

NEWS: "Inferno“ hat eine zentrale Aussage: die Überpopulation als Hauptbedrohung der Menschheit. Ist die größer als Naturkatastrophen und Terror?
Dan Brown: Dieses Thema betrifft uns alle. Alle Kulturen, Religionen, sozialen Schichten, gleich, ob reich oder arm, Christ oder Moslem, schwarz oder weiß. Es ist der große Gleichmacher. Österreich ist ein sauberes Land, aber Umweltverschmutzung, Klimawandel und Ozonlöcher sind euch doch wohl auch nicht fremd. Das alles sind Symptome der Überbevölkerung. Wir produzieren zu viele Menschen, wir machen zu viel Mist, und wir konsumieren zu viel. Ich hoffe, mit meinem Buch vielen klar machen zu können, dass wir ernste Probleme haben. Womit ich nicht nur die Überbevölkerung, sondern auch die Produktion biologischer Waffen meine, die gleichfalls kaum beachtet wird.

NEWS: Sind wir denn schon in der Hölle?
Brown: Das ist ja eine der Fragen meines Buchs: Sündigen wir nicht, indem wir nichts tun? Diese Frage stellte schon der italienische Dichter Dante. Ja, wahrscheinlich leben wir schon in der Hölle und dringen jedes Jahr tiefer vor.

NEWS: Die Warnung vor Viren in Ihrem Buch erscheint durchaus real. Erst drohte die Vogelgrippe, jetzt das Corona-Virus.
Brown: Als ich für "Inferno“ mit Virologen sprach, bekam ich richtig Angst. Wenn ich Bücher signiere und dabei Hände schütteln muss, wasche ich mir anschließend immer sofort die Hände. Ansonsten gibt es nichts als gesund essen, Sport treiben, Vitamin C nehmen und die Daumen drücken, dass man sich nicht ansteckt.

NEWS: In "Inferno“ kommt Robert Langdon auch nach Wien. Waren Sie schon hier?
Brown: Als Student habe ich mit dem Uni-Chor im Stephansdom gesungen, und Jahre später war ich noch zweimal in Österreich, dann aber immer in Tirol. Ich habe dort meine Brieffreundin aus der Schulzeit besucht. Aber es wird ernstlich Zeit, Wien näher kennenzulernen.

Das vollständige Interview finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

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