Dammbruch nimmt größere Dimension an:
77 Todesopfer und mehr als 100 Vermisste

Indonesien: Sturzflut überraschte Menschen im Schlaf Bewohner werfen den Behörden Nachlässigkeit vor

Dammbruch nimmt größere Dimension an:
77 Todesopfer und mehr als 100 Vermisste © Bild: Reuters/Dadang Tri

Nach dem folgenschweren Dammbruch in Indonesien ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 77 gestiegen. Mehr als 24 Stunden nach der Katastrophe wurden außerdem noch etwa 100 Menschen vermisst, wie die Behörden mitteilten. Es sei zu befürchten, dass die meisten von ihnen ums Leben gekommen seien, sagte ein Sprecher des Krisenstabs.

Hunderte Soldaten, Polizisten und Freiwillige suchten in Schutt und Geröll nach Überlebenden oder Leichen, sagte Polizeichef Ngisa Asngari. Die Straßen im Wohngebiet Cirendeu waren mit Schlamm und Trümmern übersät.

Der Staudamm in der Nähe von Jakarta war am frühen Freitagmorgen nach sintflutartigen Regenfällen gebrochen. Die Sturzflut setzte mehr als 400 Häuser unter Wasser. Viele Menschen wurden im Schlaf überrascht.

Unterdessen wurde Kritik an den Behörden laut. Sie hätten Warnzeichen ignoriert, erklärten Anwohner. Der Damm sei nicht repariert worden, obwohl er an mehreren Stellen beschädigt gewesen sei.

(apa/red)