Damit Schnee nicht zur Rutschpartie wird: Bald sollten wieder Winterreifen ans Auto!

Im November schneits im Durchschnitt zum 1. Mal PLUS: Viele Tipps rund um das Thema Winterreifen!

Damit Schnee nicht zur Rutschpartie wird: Bald sollten wieder Winterreifen ans Auto!

Die Morgenfröste der vergangenen Tage sollten den Autofahrern eine ausreichende Warnung sein, nicht auf das Umstecken auf Winterreife zu vergessen. Im Durchschnitt wird Frau Holle nämlich Anfang bis Mitte November aktiv und überzieht Österreich mit den ersten Schneedecken. Aber auch schon vorher, unterhalb von sieben Grad plus, büßen Sommerpneus wegen der härteren Gummimischung deutlich an Haftung ein.

Wer auf das Gefühl des hilflosen Rutschens in seiner ja nicht gerade billigen Blechkarosse verzichten möchte, sollte daher rechtzeitig darauf schauen, dass er Winterreifen hat, wenn er sie braucht. Generell sind sich die Österreicher der Vorteile entsprechender Pneus sehr wohl bewusst. Lediglich rund fünf Prozent der Pkw sind bei Schnee mit Sommerreifen unterwegs.

Winterreifen
Durch einen größeren Anteil an Naturkautschuk bleiben Winterreifen auch bei Kälte elastisch und erzielen höheren Grip. Als "Winterpatschen" gelten die schwarzen Gummis, wenn "M+S" auf der Seitenwand aufscheint und sie mindestens vier Millimeter Profil haben. Auf Schnee kam bei einem Test des Verbands der Reifenspezialisten Österreichs (VRÖ) ein Wagen mit Winterreifen aus Tempo 50 nach 35 Metern zum Stehen. In "Sommerausstattung" war der Bremsweg acht Meter (plus 22 Prozent) länger.

Sommerreifen richtig einlagern
Bevor die Sommergarnitur den wohlverdienten "Winterschlaf" antreten kann, empfiehlt der VRÖ, die Räder zu reinigen, zu trocknen und auf Beschädigungen zu untersuchen. Vor der Demontage sollten die Sommerreifen markiert werden, damit die Laufrichtung in der nächsten Saison gleich bleibt. Außerdem sollte der Luftdruck um etwa 0,3 bar erhöht werden. Mit einem Lattenrost am Boden und Zwischenlagen zwischen den einzelnen Pneus aufbewahrt, überwintern diese optimal.

Spikes
Von 1. Oktober bis 31. Mai dürfen hier zu Lande Spikereifen verwendet werden. Sollte der Winter früher eintreffen oder länger bleiben, können die Bundesländer die Fristen ausweiten. Auf Autobahnen darf mit "Genagelten" maximal Tempo 100 gefahren werden, auf Freilandstraßen 80.

Winterreifenprflicht für Lkw
Neu in diesem Winter ist die Winterreifenpflicht für Lkw (15. November bis 15. März). Mitgeführt werden müssen übrigens auch Schneeketten. Im Innenministerium (BMI) wartet man allerdings noch immer auf einen - dem Vernehmen nach in Ausarbeitung befindlichen - Durchführungserlass des Verkehrsressorts, mit dem u.a. die Konsequenzen für jene Schwerfahrzeuge geregelt werden, die nicht den Bestimmungen entsprechen.

Laut Otmar Bruckner vom Referat für Verkehrsdienst im BMI kann kein Organstrafmandat ausgestellt werden, sondern es muss Anzeige bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft erstattet werden. Der allgemeine Strafrahmen reicht dann von 36 bis 5.000 Euro. Außerdem dürfte der Lastwagen - theoretisch - gar nicht mehr weiterfahren. So weit will man denn doch nicht gehen. Ein Abstellen wird wohl nur dann angeordnet, wenn Gefahr im Verzug ist, etwa auf einer zugeschneiten Passstraße und nicht, wenn der Lkw am 15. November bei strahlendem Sonnenschein und 20 Grad plus ertappt wird.

(APA/red)

Wichtige TIPPS rund ums Thema Winterreifen finden Sie im Kasten auf der rechten Seite