Damen-Meisterpokal bleibt in Klosterneuburg

Petodnig will mit Wels nicht mehr in Österreich spielen

Damen-Meisterpokal bleibt in Klosterneuburg

Der Österreichische Basketball-Meister der Damen heißt zum sechsten Mal in Serie Hornets Klosterneuburg. Die Niederösterreicherinnen entschieden am Samstag durch einen 82:75-Erfolg in der fünften Partie der "best of five"-Serie die Finalreihe gegen Powerbasket Wels für sich. Die Gastgeberinnen lagen zur Pause mit 44:41 sowie später mit 59:51 voran und sahen bereits wie die neuen Champions aus, ein starkes Schlussviertel brachte Klosterneuburg aber wieder den Titel.

"Wir hatten am Schluss mehr Kraft, Gott sei Dank hatten wir den längeren Atem", stellte der erneut erfolgreiche Klosterneuburg-Coach Stefan Höllerl fest. Wels habe über drei Viertel dominiert und sei bis dahin "die bessere Mannschaft" gewesen, gab er offen zu.

Wels will nur mehr international antreten
Klosterneuburg habe die entscheidende Partie "verdient gewonnen", gestand der als Wels-Manager zurückgetretene Herwig Petodnig. Sein Team sei allerdings in den Spielen zwei und drei der best-of-five-Serie "bedient" worden. "Ich hätte mir einen Abschied vom österreichischen Basketball mit einem Sieg gewünscht." Petodnig kündigte an, dass die Oberösterreicherinnen in der kommenden Saison nur international (Europacup und EWWL) spielen würden. Die Niederlage kreidete er Coach Nenad Amanovic an. Nicht ganz zu Unrecht, hatte doch die vorübergehende Auswechslung von US-Center Denique Graves beim Stand von 67:75 für einige Verwunderung gesorgt.

Die Kleinste spielte ganz groß
In der entscheidenden Phase der Partie war nicht zum ersten Mal die kleinste Spielerin auf dem Parkett die "Größte". Stella Staudinger (1,62 m) war es, die Klosterneuburg mit drei Dreipunktern im Schlussviertel auf Meisterkurs brachte.