Daimler weitet Kurzarbeit aus: 18.000 Mitarbeiter schon von Maßnahme betroffen

Lkw-Sparte reagiert auf fehlende Maßnahme Werke Wörth, Gaggenau, Kassel und Mannheim

Daimler weitet Kurzarbeit aus: 18.000 Mitarbeiter schon von Maßnahme betroffen © Bild: APA/DPA/Oliver Berg

Daimler weitet die Kurzarbeit auch auf seine Lkw-Werke in Deutschland aus. Betroffen seien rund 18.000 Mitarbeiter der Mercedes-Benz Lkw-Werke Wörth, Gaggenau, Kassel und Mannheim. Die meisten Mitarbeiter sollen bereits von Ostern an in Kurzarbeit geschickt werden, spätestens im Mai sollen die übrigen Beschäftigten folgen.

Die Maßnahme ist zunächst bis zum Ende der Sommerferien 2009 geplant. Damit reagiert Daimler auf die anhaltende Nachfrageschwäche und rückläufige Auftragseingänge auch im Lkw-Geschäft. In den Pkw-Werken des Autobauers arbeiten wegen der dramatischen Absatzflaute bereits seit Wochen mehr als 50.000 Beschäftigte kurz.

Auch Lkw-Sparte betroffen
Auch in der Lkw-Sparte könne die Produktionsdrosselung nicht weiter über den Abbau von Arbeitszeitkonten geregelt werden, teilte das Unternehmen mit. Im laufenden Jahr rechnet der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller mit einem deutlichen Absatzrückgang. Eine genaue Prognose hatte der Chef der Sparte Daimler Trucks, Andreas Renschler, nicht gegeben. In Deutschland arbeiten insgesamt rund 30.000 Menschen für die Lkw-Sparte des Unternehmens.

Für die Kurzarbeit sollen an den einzelnen Standorten zwischen Werksleitung und Betriebsrat individuelle Regelungen vereinbart werden. Außerdem seien Zeitarbeitsverträge und befristete Arbeitsverträge nicht verlängert worden.

Im vergangenen Jahr hatte der weltgrößte Nutzfahrzeughersteller trotz der weltweiten Talfahrt in der Automobilbranche den Absatz leicht ausgebaut. Die Verkäufe von Lkw und Bussen stiegen 2008 im Jahresvergleich um ein Prozent auf 472.100 Fahrzeuge. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war allerdings um knapp ein Viertel auf 1,6 Mrd. Euro eingebrochen. Der Umsatz stagnierte bei 28,5 Mrd. Euro.
(apa/red)