Daimler weist Insidervorwürfe zu EADS klar
zurück: Haben illegal nichts dazu verdient

Rechte Opposition wittert windige Vor-Vereinbarung Auch Eurofighter-Hersteller EADS soll mitmischen

Daimler weist Insidervorwürfe zu EADS klar
zurück: Haben illegal nichts dazu verdient
© Bild: APA/DPA/Kumm

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat erneut die Vorwürfe zurückgewiesen, der Autobauer sei in Insidergeschäfte beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS verwickelt. Der Vorstandschef kritisierte auf der Hauptversammlung in Berlin scharf, dass ein Bericht der französischen Börsenaufsicht AMF zu dem Skandal zuerst im Internet veröffentlicht wurde, bevor er in Stuttgart vorlag. Daimler sei erst im Anschluss an die Veröffentlichung informiert worden. Die Vorwürfe entbehrten jedoch jeglicher Grundlage. Der Bericht war im Internet aufgetaucht.

Neben EADS-Spitzenmanagern werden auch die Hauptaktionäre Daimler und Lagardere verdächtigt, illegal Millionen verdient zu haben. Sie sollen im heimlichen Wissen um Probleme beim Großflugzeug Airbus A380 Ende 2005 und Anfang 2006 EADS-Aktien verkauft haben. Erst am 14. Juni 2006 wurden die Probleme dem Markt bekannt. Die Aktie brach um fast 27 Prozent ein. Die AMF hatte diesen Verdacht am 1. April bekräftigt und der Staatsanwaltschaft ihren Bericht zukommen lassen. In dem nun laufenden Verfahren sollen die Beschuldigten die Gelegenheit erhalten, Verdachtsmomente zu widerlegen. (APA/red)