Fakten von

US-Häftlinge bastelten sich Computer

Waren lange unbeaufsichtigt

Zwei Insassen eines US-Gefängnisses haben heimlich zwei Computer gebaut und sie zu illegalen Zwecken genutzt. Sie stellten damit unter anderem Pässe aus, die Häftlingen Zugang zu "mehreren Bereichen" der Anstalt gewährten, wie aus einem Bericht des Generalinspektors von Ohio hervorgeht.

Sie besorgten sich demnach zudem in der Datenbank der Gefängnisbehörde des Bundesstaates die persönlichen Daten eines anderen Gefangenen und beantragten damit Kreditkarten. Auch umfangreiche Hacker-Software, Pornografie und Anleitungen zur Herstellung von Drogen, Sprengkörpern und Kreditkarten seien auf den Festplatten gefunden worden.

Der Fund der Computer liegt bereits knapp zwei Jahre zurück, der Fall wurde jetzt aber erst öffentlich bekannt. Der Bericht dokumentiert zahlreiche Unterlassungshandlungen der Gefängnisleitung. Er enthält auch eine Reihe von Empfehlungen mit der Forderung an die Gefängnisbehörde, einen Plan für deren Umsetzung innerhalb von 60 Tagen auszuarbeiten. Der Bericht wurde zudem der Staatsanwaltschaft geschickt.

Die Computer waren dem Bericht zufolge in der Zimmerdecke über einem Kasten in einem Trainingsraum versteckt. Die Häftlinge waren demnach lange Zeit unbeaufsichtigt. Sie hätten zwei alte Computer, die zerlegt werden sollten, mit Festplatten und Netzwerkkarten ausgestattet, mit dem Netzwerk der Gefängnisbehörde verbunden und damit einen Kontrollpunkt passiert, ohne überprüft zu werden. Auch mit dem Mitarbeiternetzwerk des Gefängnisses in der Stadt Marion hätten sie die Computer verbunden und dadurch auf jedem Häftlingscomputer unerlaubten Internetzugang gehabt.

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