"CVC wird hart geprüft": Übernahme von Böhler-Uddeholm noch lange nicht gesichert

Chef Raidl: "Werden sicher keine Fehler machen" PLUS: Hintergrund-Infos zu Böhler-Uddeholm & CVC

"CVC wird hart geprüft": Übernahme von Böhler-Uddeholm noch lange nicht gesichert

Der Chef des börsenotierten Edelstahlherstellers Böhler-Uddeholm, Claus Raidl, betrachtet die Übernahme durch den britischen Investor CVC Capital Partners als noch nicht gesichert und kündigt eine umfassende Prüfung durch den Vorstand an. "Die Prüfung wird länger dauern und tiefer ausfallen. Wir werden hier als Vorstand sicher keine Fehler machen".

Angesprochen darauf, dass er als Befürworter der CVC-Übernahme gelte, sagte der Böhler-Chef im "Kurier": "Wenn sich da manche nur nicht täuschen. Es geht um das Wohl des Unternehmens, und nicht einzelner. Wir stehen da ganz klar am Boden des Aktiengesetzes."

Das spricht auch vom Wohl der Mitarbeiter, nicht nur der Aktionäre. Unter anderem durch die frühzeitige Veröffentlichung der Verhandlungen sei der Deal nun alles andere als über die Bühne. "Wir werden die Vorstellungen der CVC-Gruppe genau und umfassend prüfen", so Raidl.

Womit nun die Übernahme etwas in der Luft hängt, denn die von CVC-Vertreter Christian Wildmoser angekündigte "durchschnittliche Behaltedauer" der Beteiligungen von sechs Jahren könnte in Widerspruch zu den umfassenden Investitionen stehen, die Böhler im Konzern plant. Solche industriellen Investitionen haben in der Regel längere Planungshorizonte.

Die Fries-Gruppe dürfte also nicht so schnell verkaufen können, dazu ist ein zweites Offert - wie berichtet - noch wahrscheinlicher geworden.

Gegen den Willen des Vorstandes würde man ohnehin kein Angebot stellen, so die CVC. Wildmoser versuchte Heuschrecken-Ängste abzubauen, und erklärte, Standorte und Börsenotiz von Böhler-Uddeholm seien gesichert.

(apa/red)