Curling-Goldmedaille geht an Schweden: Norwegische Legende Nordby ohne Medaille!

Schweiz unterliegt im Finale nach dem Extra End

Zur Vorbereitung haben sie ein Hard-Rock-Video gedreht, auf der Eisbahn bewiesen sie viel Gefühl: Die Curling-Frauen aus Schweden haben bei den Olympischen Winterspielen die Goldmedaille gewonnen. Die von Skip Anette Norberg angeführten Weltmeisterinnen setzten sich am Donnerstag in einem spannenden Finale in Pinerolo mit 7:6 nach Extra End gegen die Schweiz durch, die sich wie vor vier Jahren mit der Silbermedaille begnügen musste. Bronze ging an Kanada, das das Spiel um den dritten Platz mit 11:5 gegen Norwegen gewann.

Vor den Winterspielen hatten die Schwedinnen durch ein mit der Rockgruppe Hammerfall gedrehtes Musik-Video für Aufsehen gesorgt. In Pinerolo bewiesen sie ihr sportliches Talent. Gegen die Schweiz ließen die Skandinavierinnen zunächst wenig Zweifel aufkommen, leisteten sich dann aber Konzentrationsfehler im achten und im zehnten End. Die Schweiz holte 2:5- und 4:6-Rückstände auf. Im Extra End machte Anette Nordberg aber mit dem letzten Stein alles klar. Das insgesamt fünfte Gold für Schweden in Turin bedeutete eine Bestmarke für das Drei-Kronen-Team bei Winterspielen.

Im Spiel um Platz drei machte Kanada schnell alles klar. Schon nach zwei Ends stand es 5:0 für das Team um Skip Shannon Kleibrink. Diesen Rückstand konnten die von Curling-Routinier Dordi Nordby angeführten Norwegerinnen nicht mehr aufholen und gaben bereits nach dem achten End auf. Damit blieb die mit elf WM-Medaillen dekorierte Dordi Nordby auch im dritten Versuch bei Olympia ohne Edelmetall. 1998 in Nagano und 2002 in Salt Lake City hatte sie mit dem norwegischen Team jeweils Rang sieben belegt.

(apa)