Cup-Auftakt von

Rapid entgeht knapp einer Blamage

Bundesligist schafft in der Verlängerung gegen Amstetten knappes 1:0

Rapid Amstetten © Bild: APA/Punz

Rapid ist am Freitag zum Auftakt der österreichischen Fußball-Saison 2014/15 nur knapp einer Blamage entkommen. Die Wiener rangen in der 1. Runde des ÖFB-Samsung-Cups den Regionalliga-Ost-Verein SKU Amstetten 1:0 nach Verlängerung nieder. Das Goldtor gelang Christopher Dibon in der 116. Minute mit einem Kopfball aus kurzer Distanz.

Sensationen sind somit am ersten Cup-Tag der Saison ausgeblieben. Sieben Clubs aus dem Oberhaus und vier Vereine aus der zweiten Leistungsstufe waren im Einsatz, alle schafften den Einzug in die nächste Runde. So feierte u.a. Rekord-Cupsieger Austria beim Pflichtspieldebüt von Trainer Gerald Baumgartner einen 6:0-Sieg gegen die Vienna.

Mühe hatte Bundesliga-Aufsteiger Altach. Die Vorarlberger setzten sich beim Regionalliga-West-Verein WSG Wattens erst nach Verlängerung mit 4:2 durch. Ried bog den Regionalliga-Ost-Vertreter Parndorf mit 3:2, Sturm Graz sorgte beim 4:1 in Schwaz (Regionalliga West) erst in den letzten 25 Minuten für klare Verhältnisse. Matchwinner der Grazer war Marco Djuricin mit drei Toren.

Wasserschlacht

Die Partie in Amstetten entwickelte sich vor 2.800 Zuschauern zu einer Wasserschlacht. Aufgrund starker Regenfälle nach der Pause unterbrach Schiedsrichter Andreas Feichtinger die Partie in der 72. Minute für eine knappe halbe Stunde. An ein reguläres Fußballspiel war nicht mehr zu denken, so blieb etwa ein Schuss von Louis Schaub in einer Wasserlacke im Strafraum liegen.

Es rächte sich nun, dass die Rapidler vor der Pause fahrlässig mit ihren Chancen umgingen, so vergaben Thanos Petsos, Deni Alar, Steffen Hofmann und Schaub echte Hochkaräter. Zudem lief Amstetten-Goalie David Affengruber zur Hochform auf. Im Regen kamen die Rapidler dann richtig ins Schwimmen, Amstetten, vergangene Saison erst im Cup-Viertelfinale an Horn gescheitert, hatte bei Chancen von Martin Teuretzbacher und Arno Kozelsky die Sensation auf dem Fuß.

In der Verlängerung waren die Bodenbedingungen wieder annähernd regulär. Rapid traf durch Behrendt die Stange, kurz vor dem Elferschießen erlöste aber Dibon nach einem Getümmel im Amstetten-Strafraum die Grün-Weißen. Der Verteidiger verwertete einen Latten-Abpraller per Kopf zum 1:0 (116.).

Austria gab sich keine Blöße

Rapids Lokalrivale Austria gab sich im kleinen Wiener Derby bei der in die Regionalliga abgestiegenen Vienna keine Blöße. Vor der Pause konnten die Döblinger die Partie vor 3.170 Zuschauern noch etwas offen gestalten, Austrias Neo-Stürmer Martin Harrer (23.) und Daniel Royer (38.) stellten trotzdem völlig verdient die Weichen für den Sieg. Harrer traf zudem die Latte (16.) und Alexander Grünwald die Stange (19.). Nach Seitenwechsel war der Regionalligist chancenlos. Royer mit seinem zweiten Treffer (53.), Alexander Gorgon (60.), Roman Kienast (80.) und Grünwald (86.) sorgten noch für einen Kantersieg.

Bei den Wienern standen mit Rechtsverteidiger Jens Stryger Larsen, Mittelfeldspieler Mario Leitgeb und dem aus Altach zurückgekehrten Stürmer Harrer drei Neo-Austrianer in der Anfangsformation. Vor allem Harrer drängte sich mit einer starken Leistung für einen Platz in der ersten Elf beim Bundesliga-Start am 20. Juli gegen Grödig auf. Sein direkter Konkurrent Kienast wurde in Minute 71 eingetauscht. Eingewechselt wurde mit Marco Meilinger (ab 63.) übrigens ein weiterer im Sommer verpflichteter Kicker.

Altach muss hingegen in der nächsten Zeit auf Benedikt Zech verzichten, der sich am Donnerstag ohne Fremdeinwirkung im Training verletzte. Beim Innenverteidiger besteht der Verdacht auf einen Knöchelbruch sowie einen Seitenbandriss.

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