Cruise am Kreuzzug für Scientology: Packende Biografie des Superstars regt auf

Andrew Morton: Scientology "Nordkorea der Religion" Tom Cruise: Hollywoodstar und Sekten-Fanatiker

Cruise am Kreuzzug für Scientology: Packende Biografie des Superstars regt auf © Bild: Droemer Knaur

Eine unautorisierte Biografie von Tom Cruise wirbelt heftig Staub auf. Der britische Journalist Andrew Morton beleuchtet den "Star und die Scientology-Verschwörung". Und das Buch zeichnet nicht gerade ein schmeichelhaftes Bild des Superstars, der als Nummer zwei der Glaubensgemeinschaft gilt.

Auf etwas mehr als 400 Seiten geht Morton dem Phänomen Cruise und seiner Rolle innerhalb von Scientology auf den Grund, einer Gemeinschaft, die er als "das Nordkorea der Religion" bezeichnet. Starre Regeln und strenge Kontrolle sind das Korsett der Sekte, die von einem ehemaligen Science Fiction-Autor gegründet wurde. Grundsätze, die Tom Cruise entgegen kamen, also ordnete er sich nur allzu gerne unter und genoss den Sonderstatus, der ihm dort eingeräumt wurde.

Mit zahlreichen Interviews und Recherchen rekonstruiert Henry Morten das Leben des Hollywood-Helden, der zugleich ein brillanter Schauspieler und ein fanatischer Scientology-Anhänger ist. Schonungslos deckt er den Scientology-Kreuzzug auf, bei dem England und Deutschland die nächsten Zielländer der Sekte sind. Als Sympathieträger steigt Cruise dabei nicht gerade aus. Scientology und Cruise wehren sich natürlich gegen das Buch, doch das ist glaubwürdig und packend zugleich.

Andrew Morton: Tom Cruise. Der Star und die Scientology-Verschwörung.
432 Seiten, € 20,60
Verlag Droemer Knaur