Spanisches Königshaus von

Infantin Cristina beteuert Unschuld

Nebenkläger fordern für Königstochter acht Jahre Haft und Geldstrafe von zwei Mio. Euro

Princess Cristina of Spain © Bild: 2014 Getty Images/David Ramos

Die der Beihilfe zur Steuerhinterziehung angeklagte spanische Königsschwester Cristina hat ihre Unschuld beteuert und um Freispruch gebeten. Sie habe ihrem Ehemann Inaki Urdangarín vertraut und alle Papiere, die dieser ihr vorgelegt habe, bedenkenlos unterschrieben, versicherte die 49-Jährige in ihrer am Mittwoch eingereichten Verteidigungsschrift.

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Das berichtete die spanische Agentur EFE unter Berufung auf die Anwälte. Cristina ist die erste direkte Verwandte eines spanischen Königs, die wegen eines Finanzskandals auf die Anklagebank muss. Ihr Ehemann soll als Chef einer gemeinnützigen Stiftung mit Komplizen rund sechs Millionen Euro Steuergelder unterschlagen haben.

Neben dem früheren Handballstar (47) und Cristina gibt es 16 weitere Angeklagte. Es wird erwartet, dass der Prozess vor dem zuständigen Gericht in Palma de Mallorca in der zweiten Hälfte des Jahres eröffnet wird. Die Anwälte der Schwester von König Felipe VI. beteuern, die Steuerkenntnisse der seit 2013 in Genf wohnenden vierfachen Mutter und ranghohen Bankangestellten seien "minimal".

Acht Jahre Haft?

Für Urdangarín forderten die Ankläger knapp 20 Jahre Haft. Im Falle Cristinas hatte sich der zuständige Sonderstaatsanwalt zwar gegen eine Anklageerhebung ausgesprochen. Die Gewerkschaft Manos Limpias (Saubere Hände) forderte aber als Nebenkläger für die Infantin acht Jahre Haft und eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro.

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