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Nie wieder pleite

Euroscheine © Bild: istockphoto.com

Die Befürworter des Grundeinkommens versprechen eine Welt ohne materielle Nöte und als Bonus die maximale berufliche Erfüllung. Doch das ganze Projekt scheint am Geld zu scheitern: Fließen keine oder nur noch wenig Steuern, kann es auch kein Grundeinkommen geben

Hannes G. lehnt sich entspannt zurück. Die Zahlungen, die pünktlich jeden Monatsersten auf seinem Konto landen, haben sein Leben eindeutig erleichtert. Und seit er realisiert hat, dass diese Gelder tatsächlich regelmäßig fließen, überlegt er ernsthaft, seinen faden Bürojob gegen eine spannendere Tätigkeit einzutauschen. Er könnte etwas Künstlerisches machen - Töpfern, zum Beispiel. Nicht, dass Hannes glauben würde, dass er besondere Talente in diesem Bereich mitbekommen hat, aber 1.000 Euro in der Hinterhand bieten doch die Möglichkeit, einiges ausprobieren. Und wenn er erst einmal mit seiner Freundin zusammengezogen ist und die Zwillinge auf der Welt sind, ist das Finanzielle sowieso kein Thema mehr: 4.000 Euro netto monatlich sollten der Kleinfamilie ein sorgenfreies Leben ermöglichen.

Ein schöner Gedanke? Durchaus. Immerhin geistert das Finanztransferkonzept eines bedingungslosen Grundeinkommens bereits seit vielen Jahren durch die Sozialpolitik - und die Köpfe vieler Menschen.

Die Idee, dass der Staat jedes Mitglied seiner Gesellschaft mit der gleichen finanziellen Zuwendung -unabhängig von Alter, Vermögen, Beruf, Wohnort und Familiengröße - ohne irgendeine Art von Gegenleistungen fördert, stößt weltweit auf Interesse. Und hat dennoch genauso viele Unterstützer wie Gegner. Die Umsetzung lässt also noch auf sich warten.

Die ganze Geschichte zum Grundeinkommen lesen Sie in der aktuellen Printausgabe von News (Nr. 22/2017)