Countdown zur EM 2008: Hickersberger will gegen Kroatien deutliche Steigerung sehen

"Spieler sind besser in Form als gegen Kanada" Stranzl kommt verspätet, Kuljic und Fuchs verletzt

Teamchef Josef Hickersberger erwartet sich für das freundschaftliche Länderspiel am Dienstag (20:30 Uhr/LIVE auf networld.at) im Wiener Happel-Stadion gegen Kroatien eine klare Steigerung gegenüber der 0:2-Heimniederlage gegen Kanada Anfang März. "Auf Grund der Tatsache, dass alle in einer besseren Form als beim Saisonstart sind, werden wir einen besseren Fußball spielen", versprach der Niederösterreicher.

Abgesehen davon, dass seine Mannschaft die Nordamerikaner unterschätzt habe, hätten die Spieler nun nicht mehr mit den Nachwirkungen einer mühsamen Vorbereitung wegen der schlechten Witterungsverhältnisse zu kämpfen, so Hickersberger. Allerdings sei Kroatien was die Spielstärke betrifft nicht mit den Kanadiern zu vergleichen.

"Die Kroaten sind ein anderes Kaliber. Sie haben eine Mannschaft, in der der jüngste Spieler (Anm.: Teamchef-Sohn Niko Kranjcar) der einzige ist, der in der kroatischen Liga spielt. Alle anderen sind Legionäre, das zeugt von der Stärke dieses Teams", warnte der frühere Rapid-Meistermacher.

"Für Kroatien ist das Resultat wichtiger"
Für die Kroaten, in deren Kader auch die Austria-Legionäre Joey Didulica und Mario Tokic stehen, bildet das Österreich-Match den Auftakt zu einer insgesamt vier Partien umfassenden Testspiel-Serie vor der WM. "Für Kroatien ist das Resultat wichtiger als für uns, weil sie sich auf die WM vorbereiten", vermutet Hickersberger, ergänzte aber auch: "Das Resultat ist immer wichtig, doch wir sind am Beginn des Weges zur EURO 2008. Da möchte ich, dass vor allem die jungen Spieler Erfahrungen gewinnen."

Wie viele der ÖFB-Zukunftshoffnungen in der Startformation stehen werden, wollte der 58-Jährige noch nicht verraten. "Im Vorhinein ist klar, dass nicht alle sechs Neulinge von Beginn an spielen. Aber ich habe mit Zizo (dem kroatischen Teamchef und Ex-Rapidler Zlatko Kranjcar) gesprochen, wir werden auf Schiedsrichter Fandel einwirken, damit alle Spieler auf der Ersatzbank sitzen können und niemand auf die Tribüne muss", erklärte Hickersberger, der bewusst einen größeren, 22 Mann umfassenden Kader einberufen hatte, als es sonst bei Freundschaftsspielen üblich ist.

Stranzl verspätet, Kuljic und Fuchs verletzt
Vorerst rückten 21 Kicker ein, weil Martin Stranzl auf Grund seines Einsatzes im russischen Cupfinale mit Spartak Moskau erst später zum Team stoßen wird. Ried-Goalgetter Sanel Kuljic ist trotz einer Muskelverhärtung im Oberschenkel mit dabei, auch der Mattersburger Christian Fuchs traf im Hilton Vienna Danube ein, allerdings mit rund 39 Grad Fieber. Der Burgenländer trat dennoch die Reise ins Mannschaftshotel nach Bad Tatzmannsdorf an, wird aber die sportmedizinischen Tests nicht absolvieren.

(apa/red)