Costa Concordia von

Kapitän soll wieder in Haft

Sorge vor Flucht und Beweis-Unterschlagung. Suche nach sieben Vermissten läuft weiter

Costa Concordia - Kapitän soll wieder in Haft © Bild: APA/EPA

Der Kapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino, soll wieder inhaftiert werden. Dies fordern die Staatsanwälte der toskanischen Stadt Grosseto, die im Fall der Havarie des Kreuzfahrtschiffes ermitteln. Die Staatsanwälte legten beim Kassationsgericht in Rom Einspruch gegen einen Beschluss des Gerichts in Florenz ein, das am 7. Februar den Hausarrest für den Kapitän verlängert hatte.

Laut den Staatsanwälten bestehe die Gefahr, dass Schettino flüchte oder für die Ermittlungen wichtiges Beweismaterial unterschlage, daher soll der Kapitän wieder zurück ins Gefängnis. Schettinos Verteidigung bezeichnet diese Befürchtung als grundlos.

Vom Dienstgeber suspendiert
Der Kapitän befindet sich derzeit in seinem Heimatort Meta di Sorrento bei Neapel. Er war am Tag nach dem Unglück festgenommen worden und hatte einige Tage im Gefängnis verbracht, bevor ihm Hausarrest gewährt wurde. Von seinem Dienstgeber, dem Kreuzfahrtunternehmen "Costa Crociere", wurde er suspendiert.

Suche nach Vermissten läuft weiter
Nachdemweitere acht Leichen im Wrack der "Costa Concordia" gefunden worden waren, setzten die Einsatzkräfte die Suche nach den sieben noch Vermissten fort. Auch das Abpumpen von Tausenden Tonnen Treibstoff aus dem Wrack ging weiter. Die Fachleute des niederländischen Spezialunternehmens Smit Salvage entfernen das Öl aus neun Tanks, die sich im hinteren Teil des Schiffes befinden. Die Einsatzkräfte wollen das günstige Wetter nutzen, um mit den Arbeiten so rasch wie möglich zu einem Ende zu kommen.