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"Costa Concordia" - Die gerichtliche Aufarbeitung

32 Tote im Jänner 2012 - Entscheidung des Obersten Gerichts am Freitag

Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" ist 2012 mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der kleinen Insel Giglio verunglückt. Die Tragödie forderte 32 Menschenleben. Mehr als fünf Jahre danach soll am Freitag das Oberste Gericht das rechtskräftige Urteil im Strafverfahren gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs, Francesco Schettino, fällen.

13. Jänner 2012: Die "Costa Concordia" rammt einen Felsen und kentert. Die Evakuierung des Kreuzfahrtriesen verläuft nach Angaben von Passagieren chaotisch. 32 Menschen sterben. Alle 77 Österreicher an Bord - unter ihnen der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden - überleben das Unglück.

10. April 2013: Die Reederei Costa Crociere als Eignerin der "Costa Concordia" einigt sich mit der italienischen Justiz auf einen Vergleich: Gegen die Zahlung von einer Million Euro Strafe werden die Ermittlungen gegen das Unternehmen eingestellt.

9. Juli 2013: In Grosseto beginnt der Prozess gegen Kapitän Francesco Schettino. Ihm werden unter anderem fahrlässige Tötung und Körperverletzung sowie das Verlassen des Schiffes während der Evakuierung vorgeworfen.

20. Juli 2013: Vier Mitglieder der Crew und ein Manager der Reederei erhalten ohne Prozess gegen Schuldeingeständnisse Haftstrafen von bis zu knapp drei Jahren.

26. Jänner 2015: Die Anklage fordert 26 Jahre und drei Monate Haft für Schettino.

12. Februar 2015: Schettino wird in erster Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Dagegen reichen sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung Berufung ein.

28. April 2016: In Florenz beginnt der Berufungsprozess.

31. Mai 2016: Schettino wird in zweiter Instanz zu 16 Jahren Haft verurteilt.

11. Oktober 2016: Schettinos Anwälte reichen beim Obersten Gericht Einspruch gegen die zweitinstanzliche Verurteilung ein.

20. April 2015: In Rom beginnt das Verfahren am Kassationsgericht.

12. Mai 2017: Das Kassationsgericht soll in letzter Instanz zu einer Entscheidung kommen, ob Schettino ins Gefängnis muss.

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