Jubel in Italien von

Bergung geglückt

Costa Concordia wieder in aufrechter Position. Aktion dauerte bis 4:00 morgens.

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    Vergleichsbilder vor und nach der Bergung der Costa Concordia

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    Die Costa Concordia nach der Aufrichtung im Vergleich

Die spektakuläre Operation zur Bergung des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" ist am Dienstag in der Früh erfolgreich abgeschlossen worden. "Das Schiff ist wieder in einer aufrechten Position", sagte der Leiter des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, um 4.00 Uhr Früh auf der Insel Giglio. Das 290 Meter lange Schiff war 19 Stunden lang mit Stahlseilen aufgerichtet worden.

"Es hätte nicht besser laufen können", sagte der Projektverantwortliche des Schiffseigners Costa, Franco Porcellacchia, vor Journalisten. Der Zivilschutzchef und Vertreter der Bergungsteams umarmten sich, im Hafen von Giglio "applaudierten" Schiffssirenen.

Millimeter für Millimeter aufgerichtet

Es handelte sich um eine einzigartige Aktion mit dem Risiko, dass die "Costa Concordia" auseinanderbrechen würde. Der 114.500 Tonnen schwere Kreuzfahrtriese musste aus seiner eingekeilten Lage zwischen zwei Felsen befreit und um insgesamt 65 Grad gedreht werden. Dies wurde in mühevoller Kleinarbeit vollbracht: Millimeter für Millimeter wurde der Koloss mit Seilen, Flaschenzügen und Schwimmkörpern in eine aufrechte Position gebracht. Das Schiff lag seit Jänner 2012 in einer fast waagerechten Position vor der toskanischen Küste im Meer, nachdem es dort auf einen Felsen gefahren und gekentert war.

Die Aufrichtung des Schiffes im Zeitraffer:

Nach der erfolgreichen Aufrichtung soll das Wrack mittels schwimmenden Containern gehoben werden, damit es in einen Hafen geschleppt werden kann. Dies soll aber erst im Frühjahr passieren, da die Winterstürme abgewartet werden sollten. Die Kosten der Bergeaktion, an der 500 Arbeiter beteiligt sind, werden mit 600 Millionen Euro beziffert.

Abschluss verzögerte sich

Die Bergung hatte am Montag in der Früh mit Verspätung begonnen, auch ihr Abschluss verzögerte sich mehrmals. Bei der Aktion wurde besonderer Wert darauf gelegt, eine Verschmutzung des Meeres zu vermeiden. Die Leiterin des Umweltbeobachtungszentrums der Insel Giglio, Maria Sargentini, sagte, dass die Gewässer rund um das Wrack jede Stunde untersucht wurden, um einen etwaigen Austritt umweltschädlicher Stoffe zu erkennen.

Bei dem Schiffsunglück im Jänner 2012 waren 32 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Leichen, die im Wrack vermutet wurden, konnten auch am Montag nicht gefunden werden. Die Bergungsteams hoffen, sie nach dem Aufrichten noch ausfindig zu machen. An Bord des Urlauberschiffes waren mehr als 4000 Menschen gewesen, darunter 77 Österreicher. Kapitän Franceso Schettino muss sich wegen des chaotischen Rettungseinsatzes derzeit vor einem Gericht in Grosseto in der Toskana verantworten.

Kommentare

@heinz49 ... da bin ich voll bei dir! 114.000 BRZ (sprich Brottoraumzahl) wird von Journalisten mit der ehemaligen "Bruttoregistertonne" (BRT) verwechselt. Und selbst die BRT hatte nichts mit den tatsächlichen Tonnen zu tun. Also gleich doppelt falsch recherchiert! Aber was im Zuge der Havarie bei ORF & Co alles falsch behauptet wurde, war sowieso ein noch nie da gewesener Schwachsinn und Hetze!

schon verwunderlich wie sich falsche Zahlen bei Journalisten in das Hirn gebrannt haben
114.000 Tonnen (falsch) ca. 55.000 Tonnen,
somit stellt sich die Frage, welchen Zahlen kann man trauen wenn sie von Journalisten verbreitet werden ?
etwas macht mich aber doch glücklich, Journalisten werden bei der Pisa-Studie nicht berücksichtig

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