Airbus-Absturz von

Videoaufnahmen aus
Germanwings-Airbus entdeckt?

Gendarmerie dementiert Berichte über Video - Lufthansa über Depression informiert

Airbus-Absturz in Frankreich: Einsatzkräfte suchen die Trümmer ab. © Bild: REUTERS/Gonzalo Fuentes

Ein Video aus der Germanwings-Unglücksmaschine soll Medienberichten zufolge Bilder aus den letzten Sekunden des Flugs 4U9525 zeigen. "Bild" und das französische Magazin "Paris Match" berichteten am Dienstagabend, Mitarbeiter hätten die Sequenz ansehen können. Das Video sei am Unglücksort von einer Person gefunden worden, die zum Kreis der Ermittler gehöre. Die Gendarmerie hat unterdessen Berichte dementiert, wonach ein Video über die letzten Augenblicke aufgetaucht sei. Die Gendarmerie bezeichnete entsprechende Angaben des Magazins "Paris Match" und der "Bild"-Zeitung als "vollkommen falsch".

Auf der Internetseite von "Paris Match" hieß es, auf dem nur wenige Sekunden dauernden Video seien keine Menschen zu erkennen, aber "Oh, mein Gott"-Rufe in mehreren Sprachen zu hören. "Paris Match" und "Bild" zufolge stammt das Video von einem am Absturzort gefundenen Handy.

Der Vertreter der Gendarmerie, Jean-Marc Menichini, bestritt die Angaben in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN. Die Ermittler hätten die am Absturzort gefundenen Handys noch nicht ausgewertet. Die Geräte würden im Zuge weiterer Untersuchungen an ein spezialisiertes Institut in Rosny-sous-Bois bei Paris geschickt.

Copilot informierte Lufthansa über Depressionen

Der Copilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat die Lufthansa bereits im Jahr 2009 als Flugschüler über eine "abgeklungene schwere depressive Episode" informiert. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Erklärung mit. Darin heißt es, dass der Konzern der Staatsanwaltschaft Düsseldorf nach weiteren Recherchen zusätzliche Unterlagen übergeben habe.

Darunter war auch der E-Mail-Verkehr des Copiloten mit der Verkehrsfliegerschule. In diesem sei von der Erkrankung die Rede gewesen.

Bereits bekannt war, dass der Copilot des Germanwings-Flugs 4U9525 in seiner Ausbildung in der Verkehrsfliegerschule eine Unterbrechung von mehreren Monaten gehabt hatte. "Im Anschluss wurde dem Copiloten die erforderliche ärztliche Flugtauglichkeit bestätigt", hieß es in der Lufthansa-Mitteilung.

Todesopfer sollen bis Sonntag identifiziert sein

Bis Ende der Woche könnten alle 150 Opfer der Germanwings-Katastrophe in Frankreich identifiziert sein. Frankreichs Präsident Francois Hollande sagte am Dienstag in Berlin, dies werde "dank der DNA-Proben" möglich sein. Ärzte, Psychotherapeuten und Piloten sprachen sich indes gegen eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht aus, nachdem der Copilot eine psychische Erkrankung verschwiegen hatte.

Experten arbeiten unter Hochdruck

Am Unglücksort in den südlichen französischen Alpen arbeiteten auch eine Woche nach dem Absturz Experten und Hochgebirgspolizisten unter Hochdruck. Dank einer neu gebauten Straße zu dem schwer zugänglichen Gebiet konnten die Arbeiten ab Dienstag noch einmal beschleunigt werden. "Wir arbeiten schneller, länger und wir bringen mehr Proben zurück", berichtete die Polizei in dem Ort Seyne-Les-Alpes in der Nähe der Absturzstelle. Nach der Blackbox mit den technischen Daten der Maschine wird noch gesucht.

Bergung der Leichen beendet

Am Absturzort der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen haben die Ermittler die Bergung der Toten beendet. Es gebe keine Leichen mehr am Absturzort, teilte die Gendarmerie am Dienstagabend in Seyne-les-Alpes mit. Am Mittwoch würden Einsatzkräfte zu dem Ort aufsteigen, um die persönlichen Gegenstände einzusammeln.

DNA von 78 Personen sichergestellt worden

Zuletzt hatte es geheißen, es sei bisher die DNA von 78 der 150 Todesopfer sichergestellt worden. Hollande sagte nun, dass "es bis spätestens Ende der Woche möglich sein wird, alle Opfer dank der entnommenen DNA-Proben zu identifizieren". Experten hatten zuvor mit einem deutlich längeren Zeitraum gerechnet. Hollande versprach den Familien auch erneut, dass ihnen die sterblichen Überreste ihrer Angehörigen so schnell wie möglich übergeben werden sollten.

In die Unglücksregion sind inzwischen rund 450 Familienangehörige und Freunde der Opfer gereist. "Die Familie des Copiloten ist nicht gekommen", stellte die Präfektin des Departements Alpes-de-Haute-Provence, Patricia Willaert, klar. Für Ostern seien die Helfer verstärkt mobilisiert, weil wegen der Ferien mit vielen Angehörigen gerechnet werde.

Der Airbus A320 von Germanwings war nach Erkenntnissen der Ermittler vor einer Woche offenbar absichtlich vom Copiloten zum Absturz gebracht worden. Der 27-jährige Deutsche hatte eine Vorgeschichte mit schweren psychischen Störungen bis hin zur Suizidgefahr. Er soll seinen Flugkapitän aus dem Cockpit ausgeschlossen und dann die Maschine auf Sinkflug gebracht haben, bis diese an einer Bergwand in den südlichen französischen Alpen zerschellte.

Kommentare

Im Nachhinein sind doch Alle sooooo gescheit - spart euch eure unqualifizierten Kommentare - keiner weiß was wie genau abgelaufen ist und alle werfen mit Dreck um sich - Typtisches Verhalten für die Obergescheiten hier!

strizzi1949
strizzi1949 melden

Es wäre interessant, welcher geistig unterbelichtete Arzt dem Mann die Flugtauglichkeit bestätigt hat, nachdem er von den Depressionen erfahren hat? Depressionen sind nicht heilbar! Man kann sie mit Medikamenten gut in den Griff bekommen, aber geheilt werden kann man nicht davon! Es gibt leider heute immer noch Mediziner, die Depressionen nicht ernst nehmen!

strizzi1949
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Dann stürzt halt ein Flugzeug ab, so als Kollateralschaden! Diese Mediziner gehören aus dem Verkehr gezogen! Es gibt übrigens in Deutschland eine Meldeplicht vom Arzt an den Arbeitsgeber im Falle von für den Beruf gefährlichen Krankheiten! Wieso hat der behandelnde Arzt nur eine Krankmeldung geschrieben, aber dem Arbeitgeber nix gemeldet?

Zwiegespraech
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