Constantini mit viel Lob und wenig Tadel:
Blick richtet sich jetzt auf Gegner Rumänien

Nach Pflichtsieg über Färöer wartet Spiel in Bukarest Teamchef von Leistung seiner Elf in Graz angetan

Constantini mit viel Lob und wenig Tadel:
Blick richtet sich jetzt auf Gegner Rumänien © Bild: APA

Österreichs Nationalteam verbrachte nach dem 3:1-Pflichtsieg in der WM-Qualifikation gegen die Färöer einen gemütlichen Sonntag. Nach einer lockeren Vormittagseinheit gab Teamchef Dietmar Constantini seinen Schützlingen einen freien Nachmittag, den die meisten für einen Heimatbesuch nutzten. Zum Einrückungstermin um 22 Uhr nicht mehr nach Bad Tatzmannsdorf zurückkehren mussten Marc Janko, der gegen Rumänien gesperrt ist, sowie die verletzten Jürgen Patocka, Christoph Leitgeb und Christopher Drazan.

Constantinti gestand, dass die Ausgangsposition im vierten Ländermatch seiner Ära aufgrund der klaren Favoritenrolle die bisher schwierigste war, dementsprechend erleichtert war der Tiroler. "Jeder hat einen Sieg erwartet und den haben wir eingefahren. Ich habe den Jungs phasenweise richtig gerne zugeschaut, bei Ballbesitz hat sich die gesamte Mannschaft bewegt", meinte Constantini.

Constantini vertrat die Meinung, dass sich die Färinger anscheinend insgeheim in Graz sehr viel ausgerechnet hätten. "Uns ist entgegengekommen, dass die Färöer ein wenig abgehoben sind und geglaubt haben, sie können gegen uns gewinnen. Dadurch hatten wir mehr Raum", so Constantini.

Extralob
Der Teamchef wollte niemanden aus dem Kollektiv herausheben, für die Youngsters wie Daniel Beichler, Aleksandar Dragovic ("Er ist 18 und spielt wie ein 30-Jähriger") oder Jakob Jantscher hatte Constantini aber ein Extralob über. "Die Jungen haben entsprochen. Sie pfeifen sich nicht viel und spielen einfach Fußball. Hut ab wie sie sich präsentieren." Gleichzeitig trat der 54-Jährige aber auf die Bremse. "Ich habe keine große Angst, dass wir in näherer Zukunft Europameister oder Weltmeister werden."

Nach dem "erfreulichen Start" inklusive der Treffer von Stefan Maierhofer (1.) und Marc Janko (16.) hat Constantini auch einiges gesehen, was ihn nicht zufriedengestellt hat. "Wir haben dann phasenweise zu zaubern angefangen. Wir müssen in solchen Phasen weiter die sichereren Pässe spielen und dürfen nicht glauben, dass es von selber geht."

Zum guten Start gepusht hat sich das ÖFB-Team in der Kabine mit Heavy-Metal-Musik. "Da ist es zugegangen wie in der Disco. Aber mir ist es lieber, dass sich etwas bewegt in der Kabine, als dass alle stumm herumsitzen. Alle sind gut drauf, das sind gute Typen."

"Wird ein ganz anderes Spiel"
Das Gegentor in der Schlussphase sah Constantini als "Schönheitsfehler, das stört mich aber nicht". Ein Ergebnis wie das 3:1 sei ihm eigentlich lieber als ein 6:0. Vor allem im Hinblick auf die nächste Aufgabe. Denn das ÖFB-Team richtete den Blick bereits auf Rumänien, das dank des 1:1 in Frankreich mit breiter Brust auftreten wird. "Das wird ein ganz anderes Spiel als jenes gegen die Färöer. Wir wollen dagegenhalten und uns gut verkaufen", meinte Constantini, für den das 2:1 im April daheim gegen die Rumänen sein geglücktes Debüt war.

Unter Constantini hält man nun bei sechs Punkten aus drei Quali-Spielen, lediglich in Serbien verlor man unglücklich 0:1. Auf Rechnereien punkto WM-Quali, für die der zweite Gruppenplatz reichen könnte, wollte sich der Teamchef vor dem Rumänien-Match nicht einlassen. "Es klingt gut, dass wir zwei Punkte auf Frankreich und Rumänien gutgemacht haben. Aber am Mittwoch wartet ein Match gegen einen Klassegegner, der sich regelmäßig als Gruppensieger für große Turniere qualifiziert. Und wir sind immer noch Österreich."

(apa/red)