Constantini ist die EM-Auslosung wurscht:
Quali für Endrunde bleibt das ÖFB-Topziel

Teamchef: "Kann es ohnehin nicht beeinflussen" Ob Traum- oder Horrorgruppe spielt keine Rolle

Constantini ist die EM-Auslosung wurscht:
Quali für Endrunde bleibt das ÖFB-Topziel © Bild: APA/Pessenlehner

Ohne spezielle Wünsche ist Österreichs Fußball-Teamchef Dietmar Constantini zur Auslosung der Qualifikation für die EM 2012 nach Warschau gereist (heute, 12.00 Uhr, live auf NEWS.at). "Ich kann es ja ohnehin nicht beeinflussen", meinte Constantini, dessen Team aus dem dritten von insgesamt sechs Lostöpfen gezogen wird. Das Ziel Constantinis ist klar, egal welche Gegner Österreich bekommt: "Wir wollen uns für die EM qualifizieren, auch wenn's unrealistisch ist."

Es wäre das erste Mal, dass sich Österreich aus eigener Kraft für eine EM qualifiziert, 2008 war man als Co-Gastgeber mit der Schweiz fix dabei gewesen. Dafür nötig ist ein Platz in den Top-Zwei der Gruppe, die entweder fünf oder sechs Länder umfassen wird. Die Gruppensieger sowie der beste Zweite fahren fix zur EM nach Polen und in die Ukraine, die restlichen acht Gruppenzweiten spielen in einem Play-off (K.o.-Spiele) um die restlichen vier Plätze.

Österreich als Traumlos für andere
Das altbekannte Suchen nach Traum- und Horror-Gruppen sieht Constantini als interessant für Medien und Fans ("Es ist gut, dass sich die Leute dafür interessieren"), selbst beteiligen will sich der Tiroler aber nicht. Constantini glaubt jedoch, dass Österreich für den Großteil der anderen Nationen das Traumlos aus Topf drei ist.

Eine sogenannte Traumgruppe könnte aus dem ersten Topf Kroatien oder Russland bringen, aus dem zweiten Rumänien oder die Slowakei, aus dem vierten Wales oder Zypern, aus dem fünften Liechtenstein und aus dem sechsten San Marino. Eine weit kniffligere Aufgabe könnten hingegen etwa die Kontrahenten Spanien, Schweiz oder Serbien, Slowenien, Albanien und Aserbaidschan bringen.

Bei der Auslosung für die WM 2010 in Südafrika war Österreich noch aus Topf fünf gelost worden, dass man nun zwei Potts höher eingestuft ist, sei laut Constantini bezüglich Entwicklung der Mannschaft "zweifelsohne ein gutes Zeichen".

Bei der Auslosung mitwirken werden einige Legenden aus den beiden Veranstalterländern, u.a. die Polen Zbigniew Boniek und Andrzej Szarmach sowie die Ukrainer Oleg Blochin und Andrej Schewtschenko.

Begleitet wird Constantini, der zuletzt einige heimische Bundesligisten im Trainingscamp in der Türkei in Belek und Side besucht und beobachtet hat, nach Polen von ÖFB-Präsident Leo Windtner, Generaldirektor Alfred Ludwig und Pressechef Peter Klinglmüller.

"Gnade" für Ivanschitz?
Den nächsten Teamkader gibt Constantini fürs Länderspiel am 3. März gegen Dänemark bekannt. Gedanken darüber macht sich der 54-Jährige "laufend". Interessant wird, wie Constantini u.a. mit den Personalien Andreas Ivanschitz (unter Constantini noch nie im Team-Trikot), Marko Arnautovic (erste Einsätze für Inter Mailand absolviert), Erwin Hoffer, Sebastian Prödl (beide sind derzeit in Neapel bzw. Bremen kaum im Einsatz) oder Roland Linz (zurück in Österreich) umgehen wird.

(apa/red)

Kommentare

Ivoir

Alles Wurst!? Wußte gar nicht, das es für uns eine Traumgruppe gibt, bzw. geben würde!??

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