Constantini liefert ansehnliches Debüt: Hoffer mit zwei Toren als Einstandgeschenk

21-Jähriger schoss seine ersten Länderspiel-Tore Hoffnung stirbt zuletzt: Mini-Chance für WM-Quali

Constantini liefert ansehnliches Debüt: Hoffer mit zwei Toren als Einstandgeschenk © Bild: APA/Jäger

Dietmar Constantini hat mit seinem völlig neu formierten Nationalteam einen gelungenen Einstand gefeiert. Österreich bezwang in der WM-Qualifikation in Klagenfurt Rumänien glücklich 2:1 und wahrte damit auch die kleine Chance auf eine Teilnahme an der Endrunde 2010 in Südafrika. Vor 23.000 Zuschauern avancierte Rapid-Stürmer Hoffer mit zwei Treffern zum Matchwinner. Nach der Führung der Gäste durch Tanase (24.) drehte Hoffer die Partie noch mit seinen ersten beiden Treffern im ÖFB-Team (25., 44.). Alle drei Treffer resultierten aus schweren Abwehrfehlern.

Bis zu seinem zehnten Länderspiel musste der Niederösterreicher auf seine ersten Tore für Österreich warten, dafür war der Doppelpack für "Jimmy" und seine Teamkollegen doppelt süß - immerhin wurde dadurch die theoretische Chance auf die WM-Teilnahme gewahrt und ein EM-Teilnehmer in die Schranken gewiesen. Daran änderte auch die Auswechslung des Helden des Abends in der 54. Minute wegen eines "Pferdekusses" nichts mehr.

Im Sommer 2006 war der wieselflinke Angreifer, dessen Topform schon während des zehntägigen Teamcamps augenscheinlich war, vom damaligen Absteiger Admira zu Rapid gekommen und brachte es bereits in seiner ersten Saison in Wien-Hütteldorf auf 22 Pflichtspiele und 4 Tore. Im Juli 2007 - wenige Wochen davor hatte er im A-Team beim 0:0 gegen Paraguay debütiert - sorgte Hoffer mit dem U20-Team bei der WM in Kanada für Furore. Drei Tore erzielte er im Turnierverlauf, darunter jeweils das entscheidende zum Aufstieg ins Viertel- und Semifinale.

Nach leichten Startschwierigkeiten war Hoffer ab der Saison 2007/08 auch bei Rapid nicht mehr zu bremsen. 10 Liga-Tore erzielte der 21-Jährige im vergangenen Spieljahr, darunter einen Triplepack beim 7:0 in Salzburg, womit er am Ende über den Meistertitel jubeln durfte.

Sollte es in diesem Jahr für Rapid nicht mit der erfolgreichen Titelverteidigung klappen, so ist dies zumindest nicht Hoffer zuzuschreiben. In seinen 26 Meisterschaftspartien trug sich der schüchterne, aus einer Großfamilie stammende Badener gleich 19 Mal in die Schützenliste ein, so auch im bisher letzten Match für Rapid.

Beim 3:1 der Hütteldorfer am 21. März in der Klagenfurter Hypo Group Arena gegen Austria Kärnten schoss der Stürmer zwei Tore, genauso wie im Februar 2008 beim 2:0 gegen die Kärntner, was sogar Herbert Prohaska im ORF in Entzücken versetzte. "Würde Hoffer jede Woche in diesem Stadion spielen, würde er ganz sicher den Goldenen Schuh holen", schmunzelte Österreichs Jahrhundert-Fußballer.

(apa/red)