Computervirus befällt Krankenhäuser: Kärntner Kliniken kämpfen gegen Erreger

Mehrere Landeskrankenanstalten sind betroffen Netzwerk außer Betrieb, aber keine Gefahr für Daten

Nur wenige Tage nachdem ein Computervirus die Rechner der Kärntner Landesregierung lahmgelegt hat, meldet nun auch die Kärntner Krankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg) einen Virusbefall. "Wir müssen das gesamte Netzwerk außer Betrieb setzten", erklärte der kaufmännische Direktor Herwig Wetzlinger. Das Virus bringe eine Verlangsamung des Systems mit sich, Gefahr für Daten bestünde allerdings keine. Betroffen sind rund 3.000 PC.

"Es handelt sich um eine Mutation des Virus, der auch schon in der Landesregierung aufgetreten ist", sagte Wetzlinger. Das Problem sei mit einem externen Datenträger - vermutlich einem USB-Stick - eingeschleppt worden.

"Bis alles wieder läuft, wird es einige Tage dauern", meinte der Direktor. Wichtige Systeme, wie etwa in der Notfallaufnahme, würden bei der Problembehebung prioritär behandelt. Neben der Landeskrankenanstalt in Klagenfurt sind auch die Krankenhäuser in Hermagor und teilweise auch die Rechner im LKH Wolfsberg vom Virusbefall betroffen.

Der medizinische Betrieb und die Patientenversorgung werden laut Kabeg von dem Problem nicht beeinträchtigt. So wurden etwa Maßnahmen zur Patientenversorgung ohne EDV-Unterstützung eingeleitet.

(apa/red)