Comeback fürs Wiener Hallenturnier: Im Jänner hat der Bandenzauberwieder Saison

Mit Rapid, Austria, Sportklub, Vienna, LASK, Zagreb Klubs sollen stärkstmögliche Mannschaft entsenden

Nach einjähriger Auszeit feiert das traditionelle Wiener Hallenturnier vom 4. bis 7. Jänner 2007 ein Comeback. Während der Stadthallen-Kick zuletzt unter Schirmherrschaft der Bundesliga über die Bühne ging, handelt es sich diesmal um ein lokales Turnier, das von Rapid, Austria und der Management-Agentur von Heinz Palme organisiert wird. Teilnehmende Teams sind neben den Wiener Großklubs noch die Vienna, der Wiener Sportklub, der LASK sowie Dinamo Zagreb.

Palme, der zuletzt bei der WM 2006 in Deutschland als "General Coordinator" im Einsatz war und im September zum EURO-Chefkoordinator der Bundesregierung bestellt wurde, zeichnete bereits für den T-Mobile Hallencup der vergangenen Jahre verantwortlich. Im Jänner dieses Jahres wurde seitens der Bundesliga (unter anderem auf Bestreben von Rapid und Austria) auf den Hallencup verzichtet, um dem Nationalteam mehr Trainings-Zeit im Hinblick auf die EM 2008 zu geben.

Nun haben sich die Hütteldorfer und die Favoritner wieder auf die Abhaltung des Traditionsturniers geeinigt. "Die Große Koalition im österreichischen Fußball steht", freute sich Palme über die Bereitschaft von Grün-Weiß und Violett, wieder am Wiener Vogelweidplatz anzutreten.

Laut Palme habe die Neuauflage des Turniers keine negativen Auswirkungen auf die EURO-Vorbereitungen der ÖFB-Auswahl. "Ich bin sowohl der Hallenturnier-Organisator als auch der EURO-Koordinator der Regierung. Von meiner Warte aus gibt es zwischen Hallen-Fußball und EM-Vorbereitung keinen Widerspruch. Wir haben mit dem Nationalteam sehr erfolgreiche Jahre gehabt, in denen auch Hallenfußball gespielt wurde."

Klubs wollen stärkste Besetzung aufbieten
Während die Austria beim bisher letzten Turnier im Jänner 2005 (der damalige Sieger Mattersburg tritt diesmal nicht an) eine Junioren-Truppe aufs Feld schickte, gelobten die "Veilchen" für kommenden Jänner Besserung. "Wir sind daran interessiert, dass dieses Turnier ein Erfolg wird, daher ist es klar, dass wir mit der stärkstmöglichen Mannschaft antreten werden", meinte Austria-Manager Markus Kraetschmer. Ähnlich äußerte sich auch Rapid-Sportdirektor Peter Schöttel. "Wir werden die stärksten verfügbaren Spieler aufbieten", versprach der frühere Teamspieler.

Der Turnier-Modus gleicht jenem des Wiener Hallencups. Gespielt wird in zwei Dreier-Gruppen (Pool 1: Rapid, Austria, Wiener Sportklub; Pool 2: Vienna, LASK, Dinamo Zagreb) in Hin- und Rückpartien, wobei die beiden Gruppen-Ersten ins Semifinale aufsteigen. Weiters geplant ist ein Legenden-Cup, wobei für diesen Bewerb noch ein Werbe-Partner fehlt. Der TV-Partner hingegen steht fest: Insgesamt 15 Stunden werden auf ORF oder ORF Sport Plus übertragen.

Tickets sind über Rapid, Austria, Sportklub, die Wiener Stadthalle oder das Ticket-Service erhältlich.

(apa/red)