Comeback der Motorradlegende Horex: Von den Rex-Konservengläsern in Bad Homburg

Ein deutsches Motorrad als Hightech-Retro-Roadster Kompressor haucht dem Sechszylinder bis zu 200 PS

Eine Motorradlegende kehrt zurück Horex. Drei Geschäftsmänner aus Garching bei München hauchen der legendären Traditionsmarke wieder neues Leben ein, nachdem die Horex Fahrzeugbau AG in Bad Homburg 1960 ihre Pforten schließen musste. Übrigens, der Name dieser Motorradlegende setzt sich aus den bekannten "Rex"-Konservengläser und dem Produktionsort Bad Homburg zusammen.

Die neue Horex soll ab Ende 2011 in einer Manufaktur in Deutschland gefertigt werden und zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz, positioniert im Premiumsegment, auf den Markt kommen, wenn es nach dem neuen Horex-Geschäftsführer Clemens Neese geht. Für den Motorradbegeisterten Nesse und seinen Geschäftspartnern Frank Fischer und Fritz Rombach geht damit ein langjähriger Traum in Erfüllung.

Zuerst entstand die Idee eines VR-Motor im Motorrad - danach folgten die Patentrechte für den "VR-Motor im Einspurfahrzeug" und zum Schluss kam die Frage der Marke. Hier konnte es nur eine geben - Horex. Eine Fortsetzung der legendären Modelle Regina und Imperator. An einem fahrtauglichen Prototyp wird noch gearbeitet, lediglich ein Versuchsmotor läuft an der Hochschule in München und dieser bringt eine Leistung von 200 PS und ein Drehmoment von etwa 150 Newtonmeter.

Der 1.200 Kubik starke Roadster mit VR-Sechszylindermotor und Kompressoraufladung ist ein einzigartiges Antriebsaggregat. Diese Kombination ist neu und einmalig für Motorräder. Zahlreiche weitere Innovationen und ungewöhnliche Lösungen – etwa der erste Riemenantrieb in dieser Leistungsklasse, das Kühlsystem oder der ergonomisch konturierte Brückenrahmen mit Druckgaskanal – unterstreichen den eigenständigen Charakter dieses Motorrads. Und auch im Design geht die neue Horex ihren eigenen Weg als Naked Bike.

Über den Standort wird im Lauf der kommenden Monate entschieden. Der Marktstart ist über ein ausgewähltes Netz von Handelspartnern zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz geplant, stufenweise sollen dann Gesamteuropa, USA und Japan folgen.
(red)