Comeback von Häkkinen: Finne drehte in Spanien Testrunden für McLaren-Mercedes

Erstmals seit Rücktritt 2001 wieder in F1-Boliden Spekulationen über mögliche Rückkehr angeheizt

Comeback von Häkkinen: Finne drehte in Spanien Testrunden für McLaren-Mercedes

Mika Häkkinen hat über fünf Jahre nach seinem Rücktritt aus der Formel 1 sein Comeback in einem "Silberpfeil" gegeben. Der zweifache Weltmeister aus Finnland absolvierte auf dem Circuit de Catalunya in Montmelo bei Barcelona Testfahrten für McLaren-Mercedes. Häkkinen drehte im ersten Tagesabschnitt vor allem Installations- und Eingewöhnungsrunden. Bis zu einer kleinen Pause am frühen Nachmittag hatte er 39 Runden auf dem Grand-Prix-Kurs gefahren und verbesserte nach anfänglich großen Rückständen seine Rundenzeiten kontinuierlich.

Der Finne, der am 14. Oktober 2001 sein bisher letztes Rennen in der "Königsklasse" des Motorsports bestritten hatte, soll bei der Entwicklung des neuen "Silberpfeils" für Neuzugang und Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) sowie den 21-jährigen Formel-1-Neuling Lewis Hamilton mithelfen. Der Brite drehte ebenfalls Testrunden, während der zweifache Champion Alonso wegen seines Wechsels von Renault zum britisch-schwäbischen Team und der fehlenden Freigabe von Seiten der Franzosen weiter zum Zuschauern verurteilt ist.

Mit seinem Comeback am Steuer eines McLaren-Mercedes heizte Häkkinen, der vier Jahre nach seinem Rücktritt vom Motorsport bei Mercedes bereits im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) angeheuert hatte und dort auch in der kommenden Saison fahren will, unterdessen die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr als Stammfahrer in der Formel 1 an. Im Moment sei die Idee, dass er in der DTM bleibe, wurde Häkkinen von mehreren Medien übereinstimmend zitiert. Auf die Testfahrten auf dem spanischen Grand-Prix-Kurs hatte sich der 20-fache Grand-Prix-Gewinner im Simulator von McLaren vorbereitet.

Häkkinen begeistert
Häkkinen zeigte sich nach seinen insgesamt 79 Runden auf dem Circuit de Catalunya begeistert. "Dass es nach über fünf Jahren mit dem Team war, mit dem ich zwei Mal Weltmeister geworden bin, hat es zu etwas ganz Besonderem gemacht", erklärte der 38-jährige Finne nach seinen ersten Formel-1-Testfahrten seit über fünf Jahren. "Ich habe die Möglichkeit sehr genossen."

Spekulationen über eine mögliche Rückkehr des zweifachen Weltmeisters als Stammfahrer in der Königsklasse wies Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hingegen erneut entschieden zurück. "Es ist weder ein verdecktes Comeback noch eine PR-Nummer", versicherte Haug. "Er hat aber sicherlich nichts verlernt." Nach längerer Eingewöhnungsphase am Vormittag fehlten Häkkinen (1:19,340 Minuten) letztlich etwas mehr als drei Sekunden auf die Tagesbestzeit des Ferrari-Testpiloten Luca Badoer (1:16,317).

(apa/red)