Comeback nach 28 Jahren: Eagles melden sich mit "Long Road Out Of Eden" zurück

Ergebnis von Rückzug ins Studio: 20 neue Songs Wurden mit Hits wie "Hotel California" zu Legenden

Comeback nach 28 Jahren: Eagles melden sich mit "Long Road Out Of Eden" zurück

Zeitlose Hits wie "Take it Easy", "Hotel California", "Tequila Sunrise" und viele mehr machten sie zu Rock-Legenden! Nach 28 Jahren haben die Eagles wieder im Studio gebrütet, das Ergebnis ist die Doppel-CD "Long Road Out Of Eden" (Universal).

Die APA schreibt in ihrer CD-Rezension: Vier Männer als Wanderer in der Wüste, so präsentiert sich optisch das Doppelalbum. Treu geblieben, so viel kann man sagen, sind sich die Eagles. Sie knüpfen musikalisch beim eher belanglosen 1979er-Album "The Long Run" an. Neueste Studiotechnik hat dafür gesorgt, dass die Instrumente noch glattpolierter klingen. Viele Akustik- und noch mehr E-Gitarren, Streicher, Bläser und Pedal Steel beweisen, dass man noch jemand ist - und das im großen Stil.

Hip-Hop-Gerumpel, Punk-Verstimmungen oder Alternative-Geraunze sind bei "Long Road Out Of Eden" Gott sei Dank ausgeblieben, der Zeitgeist hat auch die Plattenfirma diesmal nicht dazu bewegt, einen Anbiederungs-Feldzug zu starten und auch den letzten pubertierenden Skater zum Fan zu bekehren. Entgegenhalten konnten die Eagles dem ganzen auch nichts, die Fadesse beim Hören hält sich leider nicht in Grenzen. Auch das solide Songwriting, das man zu Anfangszeiten als Backing-Band von Linda Ronstadt verinnerlicht hatte, ist mittlerweile etwas zu solide - sprich langweilig - geworden.

Schon fast engelsgleich führen die Eagles a Capella mit dem Intro "No More Walks In The Wood" ein um fast nahtlos in die erste Single-Auskoppelung "How Long" überzuleiten. Ein Hauch vom allerersten Eagles-Hit "Take It Easy" kommt auf, doch bleibt warme Luft. Countryrock im mittleren Drehzahlbereich und Hooklines, die die Welt längst verdrängt hat. Es folgen Balladeskes ("What Do I Do With My Heart"), beinahe Politisches ("I Dreamed There was No War") und peinliche persönliche Bekenntnisse ("I Love To Watch A Woman Dance").

Wenn es einmal unerwartet groovt wie bei "Business As Usual" oder "Somebody" fühlt man sich in die Achtziger versetzt, in diesem Fall eher in jene Zeit, in der man sich die Neunziger herbeisehnte. Und bei "It's Your World Now" findet man sich in einer Tanzbar an der mexikanischen Grenze wieder. Geschmackssache. Der Titeltrack auf CD Zwei macht mit 10.17 Minuten den Weg aus dem Paradies eher beschwerlich. Was bleibt sind 20 Titel, von denen man sich nach dem Anhören keinen gemerkt hat. Und vier zufriedene ältere Herren, die sich selbst bewiesen haben, dass sie miteinander noch können.