"Collection of style" als neues Zugpferd: Schicke Shops & betuchte Kunden für H&M?

Schwedischer Textildiskonter mit neuem Modelabel Qualität und höhere Preise rücken in den Mittelpunkt!

"Collection of style" als neues Zugpferd: Schicke Shops & betuchte Kunden für H&M?

Mit der neuen Modemarke Cos - Collection of style - will der schwedische Textildiskonter Hennes & Mauritz (H&M) ein zusätzliches Expansionsfeld erschließen. Cos soll dort anfangen, wo H&M aufhört. Im Klartext: Das neue Label ist qualitativ hochwertiger, allerdings auch ungleich teurer. So sich das Konzept bewährt, wird es Cos auch in Österreich geben.

Mit Madonna als Testimonial will H&M-Vorstandschef Rolf Eriksen seinem Unternehmen mehr Glamour verpassen. Die in England lebende Entertainerin ist nicht die Einzige, die das Image des Modekonzerns aufpeppt: Gleich bei Madonna ums Eck, in der Londoner Regent Street, hat soeben Cos eröffnet - der brandneue Vorzeigeladen der Schweden. Cos steht für Collection of style und versteht sich als H&Ms Premiummarke.

Teure Qualität
"Cos fängt dort an, wo H&M aufhört", erklärt Eriksen. Ein Beispiel: Kostet der teuerste Anzug in den gängigen H&M-Shops an die 250 Euro, so soll der Preis in den Cos-Geschäften um gut fünfzig Prozent darüber liegen. "Mit Cos zielen wir auf jene Kunden ab, die wir mit H&M nicht erreichen", sagt Eriksen. Mit dem neuen Label möchte der 62-jährige Manager die Lücke zwischen High Street und High Fashion schließen. Cos soll demnach zwar deutlich teurer, allerdings auch qualitativ hochwertiger als H&M sein.

Mitbewerber immer stärker
Angesichts erstarkter Mitbewerber will Eriksen mit der neuen Brand einen Weg gefunden haben, es mit der Nummer eins Europas, der spanischen Inditex-Gruppe (etwa Zara, Bershka, Oysho), aufzunehmen.
H&M beschäftigt weltweit mehr als 60.000 Mitarbeiter in über 1.300 Filialen. Der in 25 Ländern der Welt tätige Konzern setzte im Vorjahr 7,53 Milliarden Euro um. Die Zahl der H&M-Läden steigt jährlich um bis zu 20 Prozent. Parallel zur Filialexpansion vertreibt H&M seine Ware übers Internet, der österreichische Onlineshop könnte noch 2007 starten.

Cos bald in Österreich?
Für heuer plant Eriksen die Eröffnung von weltweit 170 Läden. Angedacht sind vorerst nur zehn Cos-Filialen, davon eröffnet die Hälfte in Deutschland. Der Rest teilt sich auf Belgien und die Niederlande auf. Wann das neue High-Class-Label der Schweden nach Österreich kommt, ist vorerst noch offen. "Wir führen zurzeit keine Gespräche", sagt H&M-Österreich-Chefin Claudia Oszwald, "aber hinter Cos steht ein tolles Konzept, das sicherlich auch in Österreich funktionieren würde."

Fashion & Accessoires
Die erste Cos-Kollektion umfasst modische Basics ebenso wie bewährte Klassiker. Die Palette reicht von Hemd, Anzug und Kostüm bis hin zu Tank-Top und dem kleinen Schwarzen. Auch Accessoires, Freizeitbekleidung und Casuals sowie Baumwollhosen und Jeans sind dabei. Zwei Drittel der Kollektion sind Womens-, der Rest Menswear. In Summe dominieren Materialien wie Leder, Kaschmir und gekämmte Baumwolle in Schwarz, Weiß und Beige. Die neue Fashionlinie wird es in eigens kreierten Cos-Läden geben, deren durchschnittliche Größe bei 450 Quadratmetern liegen soll.

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