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Coca-Cola verdient deutlich weniger

Gewinn im ersten Quartal um 20 Prozent eingebrochen

Der US-Getränkeriese Coca-Cola hat zu Jahresbeginn weitere Geschäftsrückgänge zu schlucken gehabt. Im ersten Quartal sanken die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um 11 Prozent auf 9,1 Mrd. Dollar (8,4 Mrd. Euro), teilte das Unternehmen mit Sitz in Atlanta am Dienstag mit.

Sonderkosten wegen des Umbaus des Abfüllgeschäfts drückten den Überschuss bei Coca-Cola im Auftaktquartal um 20 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 1,2 Mrd. Dollar. An der Wall Street war ein etwas besseres Ergebnis erwartet worden. Die Aktie gab zunächst leicht nach.

Konzernchef Muhtar Kent, der den Spitzenposten zum Monatsende an den bisher für das operative Tagesgeschäft zuständigen Vorstand James Quincey übergibt, zeigte sich dennoch zufrieden. Das Quartal habe zwei Tage weniger gehabt als im Vorjahr, man liege bei seinen Jahreszielen trotzdem im Plan.

Coca-Cola befindet sich im Wandel - der Konzern versucht schon länger, seine Produktpalette mit weniger zuckerhaltigen Getränken den veränderten Vorlieben der Verbraucher anzupassen. In Österreicher wurde zuletzt eine "One-Brand"-Strategie umgesetzt. Die Cola-Produkte kommen Logo-mäßig alle unters Dach des Originals. Bei den Getränkedosen setzt der Konzern künftig in Österreich auf kleinere Einheiten. Viertel-Liter-Dosen sind das neue Einstiegsprodukt. Die Drittel-Liter-Dosen sollten ab Anfang April im Einzelhandel nur mehr in Multipacks erhältlich sein. Auf den Literpreis aufgerechnet sind die kleineren Dosen etwas teurer.

In Deutschland hat sich Coca-Cola unterdessen mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 8.000 Beschäftigten des Getränkeriesen geeinigt. Der in der Nacht erzielte Kompromiss sieht eine Entgelterhöhung von 2,2 Prozent für alle Tarifmitarbeiter und Lehrlinge für 2017 vor, teilte die Deutschland-Niederlassung Dienstagfrüh in Berlin mit.

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