Clarence Seedorf kritisiert den Handel mit
Talenten: "Ist wie auf dem Fleischmarkt"

Menschenunwürdiger Handel mit jungen Menschen Integration ins neue Umfeld interessiert niemanden

Clarence Seedorf kritisiert den Handel mit
Talenten: "Ist wie auf dem Fleischmarkt" © Bild: Reuters/Garofalo

Der niederländische Nationalspieler Clarence Seedorf hat heftige Kritik an dem seiner Meinung nach menschenunwürdigen System des Spielerhandels im internationalen Fußball geübt. "Das ist wie auf einem Fleischmarkt", sagte der 31-jährige Mittelfeldspieler des AC Milan in einem von der "La Gazzetta dello Sport" vorab veröffentlichten Interview der Zeitschrift "GQ".

"Da gibt es ein Stück Fleisch aus Argentinien, das sehr gut und begehrt ist, und dann wird das nach Italien verkauft und dann nach Spanien oder England exportiert", verglich Seedorf Spielertransfers mit dem Fleischhandel. Es gehe dabei nicht darum, den besten Platz für ein Talent zu finden, sondern nur ums Geld. "Es wird an den verkauft, der das beste Angebot macht", erklärte Seedorf.

Ob sich jemand in sein neues Umfeld integriere, interessiere dabei niemanden. Man überlasse die Spieler einfach ihrem Schicksal. "Das ist die Mentalität, die das System Fußball regiert", sagte Seedorf. Zuletzt hatte sich UEFA-Präsident Michel Platini für ein Transferverbot für junge Talente ausgesprochen. Der Franzose plädierte dafür, dass Wechsel von Minderjährigen per Gesetz verboten werden sollen.

(apa/red)

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