Wien von

Christkindlmarkt vor Rathaus eröffnet

Festakt mit Häupl und Kompatscher - Hütten haben bis 24. Dezember offen

Häupl und KOmpatscher © Bild: APA/Grüber

Offizieller Startschuss für die Weihnachtssaison in Wien: Am Samstag haben Landeshauptmann Michael Häupl (SPÖ) und sein Südtiroler Amtskollege Arno Kompatscher (SVP) den bekanntesten und größten Christkindlmarkt der Bundeshauptstadt, jenen vor dem Rathaus, eröffnet. Dies geschah im Rahmen eines Festakts und mit der Illuminierung des Christbaums.

Den Einschaltknopf für die Beleuchtung durfte in diesem Jahr Kompatscher bedienen, da Südtirol den Baum spendete. Die 28 Meter hohe und circa 140 Jahre alte Fichte stammte aus der Gemeinde Olang im Pustertal.

Zufrieden zeigte sich Kompatscher, dass der Baum "den Transport und die Strapazen relativ unbeschadet" überstanden habe. Allerdings habe es "etwas Kosmetik" gebraucht, wie er verriet. Die Wiener Stadtgärtnerei putzte die Fichte nämlich nach dem Aufstellen mit zusätzlichen Ästen und rund 1.000 LED-Lämpchen zum prachtvollen Christbaum heraus.

"Heimliches zehntes Bundesland"

Bevor der Südtiroler Landeschef den Baum protokollgemäß "illuminierte", betonte er in seiner kurzen Rede auch noch die Freude, "als heimliches zehntes Bundesland" den Baum stellen zu dürfen. Die Tradition, dass die österreichischen Bundesländer den Baum für den Christkindlmarkt am Rathausplatz stiften, gibt es seit circa 50 Jahren. Seit 25 Jahren ist auch Südtirol mit dabei.

Wiens Landeshauptmann Häupl hob in seiner Rede die Freundschaft zwischen Wien und Südtirol hervor: "Südtirol ist schon etwas Besonderes." Schatten der Vergangenheit hätten diese Freundschaft immer wieder gefordert. Die Baumspende sei eine "gute Gelegenheit", die Freundschaft zwischen den beiden Ländern zu erneuern.

Besinnliche Wünsche

Häupl gab den Zuhörern auch Besinnliches mit auf den Weg. Er wünsche eine Adventzeit, die nicht nur von Trubel geprägt sei. Er riet, die Zeit auch zur Reflexion zu nutzen.

Der Christkindlmarkt am Rathausplatz - oder "Adventzauber", wie er offiziell heißt - hat bis 24. Dezember geöffnet. An 140 Gastronomie- und Verkaufshütten werden neben Getränken und Speisen auch Spielzeug, Süßigkeiten oder Dekorationsartikel angeboten.

Für Kinder gibt es zudem ein spezielles Unterhaltungsprogramm, etwa Kekse backen oder Ponyreiten. Auf der "Himmelsbühne" beim Christbaum werden Prominente Weihnachtsgeschichten erzählen.

Der Markt steht heuer ganz im Zeichen des Herzens. So erinnert ein mit Herzen geschmückter Baum im Rathauspark daran. Außerdem wird der Punsch in herzförmigen Tassen ausgeschenkt.

Kommentare

christian95 melden

Ist das heute bei diesen Umweltproblem noch zeitgemäß? Eine Fichte mit enormen Aufwand und auf Kosten des Steuerzahlers von Südtirol bis nach Wien zu führen?

christian95 melden

Darf man diesen westlichen (christlichen) Brauch unseren neuen Staatsbürgern überhaupt zumuten???

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