Christine Marek im großen Porträt: Musikliebhaberin wird Staatssekretärin

38-Jährige ist Betriebsrätin und NR-Abgeordnete Alleinerzieherin gründete 2004 Parlamentschor

 Christine Marek im großen Porträt: Musikliebhaberin wird Staatssekretärin

"Christine Marek weiß, worum es geht": Mit dieser Liedzeile aus dem "Christine-Marek-Rap" wird der Besucher auf der Homepage der neuen Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium begrüßt. Abgesehen von ihrer Liebe zur Musik waren die Arbeitsschwerpunkte der ÖVP-Nationalratsabgeordneten (38) zuletzt den Bereichen Familie, Frauen und Beruf gewidmet.

Die Alleinerzieherin Marek ist Mutter des Sohnes Maximilian, der 1993 geboren wurde. In der dreijährigen Karenz begann ihr politisches Engagement zunächst bei der ÖVP-Meidling. Seit 2002 hat sie den Posten der stellvertretenden Landesparteiobfrau inne - eine Funktion, in die sie noch der damalige Finanzstaatssekretär und Wiener Parteichef Alfred Finz holte. Im gleichen Jahr zog Marek in den Nationalrat ein.

Sie wird von Parteikollegen als umgänglich und warmherzig beschrieben. Ihr Hobby ist die Musik, wenn auch - wie bereits der "Christine-Marek-Rap" vermuten lässt - mitunter in ungewöhnlicher Form: Sie ist dem Vernehmen nach leidenschaftliche Karaokesängerin. Aber auch der Chor des Parlaments und des Bundesrates ("Hohe.Haus.Musik") ist auf ihre Initiative 2004 hin gegründet worden. "Bisher fanden 3 Auftritte statt", umreißt Marek auf ihrer Homepage (http://www.christinemarek.at) dessen bisheriges Wirken.

Die neue Staatssekretärin ist gebürtige Bayerin und kam am 26. Jänner 1968 im deutschen Kempten zur Welt. Im Alter von sechs Jahren übersiedelte die Familie aber bereits nach Oberösterreich. Im dortigen Eferding besuchte sie sowohl Volks- als auch Hauptschule, bevor sie schließlich in Linz 1987 maturierte.

Vor und neben der politischen Karriere sammelte Marek ab 1988 berufliche Erfahrungen als kaufmännische Angestellte etwa der Voest Alpine oder der Österreichischen Lotterien. 1991 erfolgte die Übersiedelung nach Wien. 1996 wechselte sie in das Kommunikationsunternehmen Frequentis, als dessen Betriebsratsvorsitzende sie seit 1998 fungiert.

Auch in der Arbeiterkammer war Marek engagiert. In der Wiener AK stieg sie 2000 zur Kammerrätin auf. Von Jänner 2002 bis Mai 2004 gehörte sie dort auch dem Vorstand an. (apa/red)