Christina Stürmer "Lebe lauter"-Tournee gestartet: 3000 Fans feiern Star in Augsburg

Gute Mischung aus Balladen und auch rockigen Songs Fans von Österreich-Export werden jetzt erwachsen

Mehr als 3000 Fans haben den Auftakt der "Lebe lauter"-Tour von Christina Stürmer in Augsburg gefeiert. Dabei begeisterte die 24-jährige Österreicherin nicht nur durch ihre kraftvolle Stimme, sondern auch durch ihr natürliches und sympathisches Auftreten. "Es ist toll, wie ungeschminkt sie Musik macht - einfach sensationell", lobte der 39-jährige Fan Markus Kratzer die zierliche Popsängerin.

Pferdeschwanz, weißes T-Shirt und Jeans - so betrat Christina die Bühne in der Oberschwabenhalle und wirkte wie das nette Mädchen von nebenan. Doch Durchschnitt ist die gelernte Buchhändlerin ganz sicher nicht. Ein breites Lächeln und die ersten Takte ihres neuen Hits "Lebe lauter" bewiesen das gleich zu Beginn des zweistündigen Konzerts.

Mit rockigen Songs und Balladen aus ihren bislang drei Alben riss sie ihre Fans mit. Dabei schien sie selbst überrascht, wie viele Menschen die Liedzeilen von Songs wie "Nie genug", "Engel fliegen Einsam" oder "Scherbenmeer" auswendig konnten. "Bei unserem letzten Konzert in Augsburg waren 800 Leute da, jetzt sind es mindestens vier Mal so viel", freute sich Stürmer.

In Österreich ist die gebürtige Altenburgerin aus der Nähe von Linz seit Jahren ein Star. 2003 kam sie bei der ORF-Castingshow "Starmania" auf den zweiten Platz, seitdem ist sie aus den Toppositionen der Charts nicht mehr wegzudenken. In Deutschland schaffte Stürmer den Durchbruch zwei Jahre später mit dem Album "Schwarz Weiss". Ihre aktuelle CD "Lebe lauter" schoss von null auf eins der deutschen Albumcharts.

Doch wer denkt, nur Teenies begeistern sich für den einstigen Casting-Star, liegt falsch: In Augsburg jubelten weitaus mehr erwachsene Fans der 24-Jährigen zu als Kinder. Ein möglicher Grund: "Ihre Texte haben eben Sinn und Verstand", findet der 37-jährige Konzertbesucher Daniel Fischer.

Insgesamt legten Christina Stürmer und ihre vierköpfige Band einen gelungenen Auftritt aufs Parkett. Mit einer gemeinsamen Percussion- Einlage mit Samba-Elementen, einer Cover-Version vom Herbert Grönemeyers "Kinder an die Macht" und einem Instrumententausch bei dem Lied "Um bei dir zu sein" animierten sie das Publikum auch nach einem kurzen Durchhänger wieder zum lauten Mitsingen und Tanzen - bis zur letzten Zugabe. (apa)