Gute Frage von

Was, wenn Christen
Terroristen wären?

Wie würden Muslime reagieren? Gedankenexperiment von umstrittener Journalistin

Nach den Terroranschlägen in Paris trauert das ganze Land und die Welt fühlt mit. © Bild: APA/EPA/IAN LANGSDON

In Europa und Amerika ereignen sich immer wieder terroristische Anschläge. Verübt werden diese meist von radikalen, fanatischen Islamisten. Nadine Al-Budair, eine saudi-arabische Journalistin, die in Kuwait arbeitet, beschäftigt sich mit dem Thema und stellt provokante Fragen in den Raum: Was, wenn Christen in ihrer Heimat Anschläge gegen Muslimen verüben und den Osten terrorisieren würden? Wie würde die muslimische Welt fühlen und reagieren?

Was wäre, wenn Christen in den Nahen Osten kämen, um dort Selbstmordanschläge auf frequentierten, öffentlichen Plätzen verüben würden?

Was wäre, wenn fanatische Christen ein Flugzeug in Hochhäuser einer arabischen Hauptstadt lenken würden und dabei tausende unschuldige Menschen töten würden?

Was wäre, wenn arabische Touristen in den Westen kommen und diese dort mit „Verjagt die Muslime“-Rufen angefeindet, unter Beschuss genommen oder Autos in die Luft gejagt würden?

In einem Artikel, der in der Zeitung "Al-Rai" erschienen ist, führt Nadine Al-Budair Beispiele wie diese an. Sie gilt als eine der umstrittensten Journalistinnen im arabischen Raum. Die Autorin tritt für eine Reformbewegung in der muslimischen Welt ein. Sie positioniert sich so klar wie nur wenige ihrer Kollegen. Ihre Ansichten gelten in ihrem Kulturkreis als provokant und bringen ihr immer wieder Drohungen ein, allerdings auch den Respekt vieler junger Frauen, die sich von ihr repräsentiert fühlen.

Vor der eigenen Haustüre kehren

Al-Budair will mit ihren polarisierenden Gedankenexperimenten zum Nachdenken anregen. Sie schreibt etwa darüber, wie sicher Muslime im Westen leben. Visas, Pässe, Jobs und Bildung, soziale Sicherheit und Gesundheitsvorsorge sind Dinge, die im Westen selbstverständlich sind, auch für die dort lebenden Muslime. Die Journalistin fragt sich jedoch, wie lange dieser unaufgeforderte Frieden noch gegeben sein wird, da sich immer mehr Politiker, etwa Marine Le Pen und Donald Trump, ausländerfeindlich positionieren und Muslimen unter anderem die Einreise verwehren möchten.

Deren Ansagen will Al-Budair allerdings nicht per se verteufeln. Sie kritisiert viel mehr, dass der Westen in ihrer Heimat verurteilt wird, während nur wenige ansprechen, was in der muslimischen Welt falsch läuft. Statt zu verurteilen, sollten ihrer Meinung nach extremistische Lehrpläne, das Bildungssystem oder die extremistische Auslegung der Scharia thematisiert werden. Vor der eigenen Haustür kehren, anstatt über den Nachbarn zu lästern. Verständnis für den anderen entwickeln, indem man versucht, die Dinge aus seiner Sicht zu sehen. Verantwortung für die Dinge übernehmen, die in der eigenen Gesellschaft verkehrt laufen. Das sind die Dinge, die Al-Budair von Muslimen fordert.

Durch ihre kritischen Stellungnahmen steht die Journalistin massiven Anfeindungen und Drohungen gegenüber. In ihrer Heimat Saudi Arabien hat Nadine Al-Budair deshalb bereits Berufsverbot und arbeitet nun von Kuwait aus. Dass sie ihre mutigen und provokanten Aussagen durchaus das Leben kosten könnten, hat sie bisher nicht davon abgehalten, öffentlich ihre Meinung zu vertreten.

Kommentare

Henry Knuddi

der orient ist sehr reich - aber weil jeder den anderen neidig ist führens krieg gegeneinander und werden dabei arm. wenn sie sich entschliessen würden zu einer WG, dann könnten sie gewinnen.

das gleiche war auch in europa 1939-45 wurde alles zerstört, gewonnen hat finanziel keiner und jeder musste aufbauen ab 1945 - danach kam ewg usw.

dageier melden

Islam und Katholiken können nicht verglichen werden.
Was die Christen im Mittelalter angerichtet haben wissen alle,aber das ist keine Entschuldigung für den Islam , sich auf selbe weise jahrunderte später auszutoben.
Rückständig ist so etwas . Muss beunruhigend sein, wenn man sich knapp 500 Jahre hinter dem Rest der Welt befindet..
Der Islam ist eben mit Demokratie nicht vereinbar ....

higgs70
higgs70 melden


Keine Religion die ist von sich aus demokratietauglich - der Vatikan ist ja auch keine - denn das heißt dann Religionsfreiheit und damit Konkurrenz was wieder nicht ins Konzept von jemandem passt der meint, die alleinge Wahrheit zu haben. Und das haben alle Religionen. Demokratie und Meinungsfreiheit wurden hierorts ja auch nicht durch,sondern gegen die christliche Religion durchgesetzt und sind auf der säkulär-atheistischen Scholle gewachsen.

Übrigens, so fortschrittlich simma dann auch wieder nicht, blicken Sie sich um. Hier gibts von vielen den zwanghaften Versuch, Menschen die vor der Ermordung fortlaufen für die Morde verantwortlich zu machen. Syrische Flüchtlinge, die Sündenböcke des aufgeklärten Abendlandes, man würgt.
Wir sind mitten drin im Mittelalter.

dageier melden

Ist allerdings richtig. Ich würde aber nicht soweit gehen, alle Flüchtlinge als Syrisch zu bezeichnen.
Vor allem würgt es mich hoch,das Männer im besten Alter,die ersten und schnellsten waren ,die abgehauen sind und das auch noch ohne ihre Familien..
Da steckt doch was dahinter.
Kein normaler Mann würde seine Familie solcher Gefahr ausgesetzt lassen und seine Haut retten.

dageier melden

Nicht umsonst heißt es ,Frauen und Kinder zuerst...
Also bekommen leider diejenigen keinen Schutz die es am meisten benötigen...
Ausserdem sollte man sich eben Gedanken machen,warum die meisten Männer als erstes geflohen sind.
Vielleicht haben da doch einige Dreck am Stecken und viele von uns glauben diese wären die ärmsten....

higgs70
higgs70 melden

Ich bin sogar sicher, dass welche dabei sind, die Dreck am Stecken haben, etwas anderes zu glauben wäre naiv. Zum Kollektivurteil solls halt nicht werden.
Und dass als erstes die Männer geflohen sind ist einfach nicht richtig, denn in die Flüchtlingslager in Libanon und Jordanien gingen zuerst sehr wohl Familien, Frauen und Kinder. Nur wenns dort mit mehreren Millionen Menschen zu voll wird, die Länder dort vollkommen überfordert sind, man denen auch noch die Hilfe kürzt, sodass die Menschen dort nix mehr zu essen haben, wanderns halt weiter. Etwas das wohl jeder in der Situation versuchen würde. Und wenns dann keine legalen Wege anderswohin gibt und man sich auf eine lebensgefährliche Fahrt übers Meer in Schlauchbooten machen muss, gehen halt die, von denen man ehesten glaubt, dass sie's schaffen um die restliche Familie später vielleicht nachholen zu können. Und das sind halt vorwiegend junge Männer. Oder würden Sie Kinder, Frauen und Greise auf so einem Schinackl vorschicken?

neusiedlersee melden


Die musl. Journalistin denkt ein bissel nach, was man nicht von allen sagen kann. Wie großartig+friedlich der Islam ist, sieht man daran, dass diese Frau mit Mord bedroht ist. Berufsverbot hat sie auchschon in Ihrer Heimat.
Wer's nicht begreift, wird es auch nicht begreifen, wieso man ihm zumutet muslim. Rotzbuben im Park zu dulden oder warum man ihm ein Messer an die Gurgel hält.
Inschallah!

Oberon
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Ich vermute, dass es noch mehr Regimekritiker in arabischen Ländern gibt, die meisten Journalisten werden jedoch "mit dem Strom" schwimmen. Denn - bei offener und ehrlicher Berichterstattung sind die Aussichten düster.
Auch bei uns gibt es System-Schreiber, und das nicht zu knapp. Die macht sicher keiner einen Kopf kürzer, da ist es eher eine gewisse Obrigkeitshörigkeit. :-(


Viel Geschwätz in diesem Beitrag, trotz guten Willens. Denn - noch - leben Moslems sicher im Westen. Doch bei der nächsten Zuwandererwelle, die unmittelbar bevorsteht, wird sich das rasch ändern. Die Meschen werden sich nicht gefallen lassen ausländerfeindlich genannt zun werden, weil sie gegen aggressive Muslime sind. Sie werden nicht mehr jene füttern, die sie in die Hand beissen.


Es ereignen sich nicht nur in Europa+den USA terr. Anschläge. Viel schlimmerwe finden in Ländern wie Irak, Syrien, Pakistan, Afghanistan, Türkei, Russland, Indien, Israel etc statt.
Wir haben uns nur noch nicht daran gewöhnt!!!
Also vorbereiten. Es wird - VIEL! - schlimmer werden.

Oberon
Oberon melden

Die Journalistin hält ihren Glaubensbrüdern den Spiegel vor's Gesicht. Sie sollen sich vorstellen, wie es wäre, wenn Christen all das machen, was derzeit Moslems tun. Terroranschläge, Hassparolen verbreiten, wenig Dankbarkeit für soziale Gleichheit dem Westen gegenüber zeigen usw.
Darum geht es - eigentlich - in diesem Artikel.

neusiedlersee melden


Dankbarkeit darf ein Muslim nicht zeigen. Es kränkt seine Ehre. Also zurück, dorthin, wo er niemandem dankbar zu sein braucht.
Einfacher kann ich's nicht sagen.

Oberon
Oberon melden

Wenn es tatsächlich so ist, wie Sie hier schreiben, dann frage ich mich, was nicht noch alles gegen die Ehre ist?!
Offen gesagt kann ich gerne auf solche "Gehirnamputierten", die für alles Anweisungen von Oben brauchen, verzichten!

annas melden

na hallo Lynxx und izmir, ihr seid österreicher mit migrations-hintergrund, ja stimmt, was ihr teilweise sagt, ABER : wir leben nicht im mittelalter, jeder hat seine "strafe" bekommen, oder sonst was , auch in der österr. Politik, ihr : habt nicht das recht so zu sprechen. dann müsst ihr nachhause fahren, aus basta. das hat in Österreich, dem schönen Land nichts verloren.

Izmir-Ibel
Izmir-Ibel melden

Ich habe Migrationshintergrund? Da wird meine Mutter aber überrascht sein. LOL
Deine Postings beweißen nur eines: Je geringer der Bildungsstand, desto mehr Vorurteile und Wut, desto höher die Gefahr einer Radikalisierung. Hüben und drüben!
Eine Pegida unterscheidet sich im Kern ihres Gedankengutes nicht wirklich von einem IS

Lynxx
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Bereits in den ersten Jahrhunderten wurden Christen, die nicht die göttliche Natur Jesu Christi anerkennen wollten, von der Kirche als Häretiker verfolgt und der Besitz ihrer Schriften unter Androhung der Todesstrafe verboten. Später ging es weiter mit der „heiligen“ Inquisition. Trotzdem ist es nicht richtig, das Christentum mit Gewalt gleichzusetzen.

Izmir-Ibel
Izmir-Ibel melden

Die Katholiken haben über die Jahrtausende alle verfolgt, die anderen Glaubens waren. Seien es Juden oder Moslems, noch nicht mal vor christlichen Abspaltungen wie den Protestanten wurde Halt gemacht. Google mal nach Gegenreformation.
Und dieser Konflikt schwelt heute noch auf den britischen Inseln!
Und sie haben auch sich untereinander verfolgt, siehe Inquisition!
Eine Mörderbande!

neusiedlersee melden



Deswegen bin ich der Meinung, dass Religionen nicht nur entbehrlich sind (eine noch freundliche Einschätzung), sondern auch im öffentlichen Leben nicht in Erscheinung treten dürfen.

higgs70
higgs70 melden

Naja, das ist etwas apodiktisch, Religion ist halt immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der Haben Seite steht der evolutionäre Vorteil, Gruppenzusammenhalt und Sinngebung noch in schlimmsten Situationen - der Mensch hat offenbar ein Grundbedürfnis nach Metaphysik, sonst würde dort, wo die Hochreligion ausläßt nicht die Esoterik als Religion light nachrücken, keine bindenden Gebote aber die metaphysische Stallwärme beibehalten wollen mittels Pyramide am Kopferl und ähnlichem Mumpitz.
Das Problem entsteht mehr aus der notwendigen Struktur der Sache, denn ein Satz der von höherer Instanz (also einem Gott) herkommt- und das haben alle Religionen so an sich- kann weder Konkurrenz noch Kritik zulassen, denn unverbindliche Vorschläge macht der da oben halt nicht, liegt also in der Natur der Sache.

Und naja,ich weiß nicht, wieviel Menschen die Tristesse der Welt überhaupt nur ertragen, weils an was glauben. Es wird wohl bleiben, zähmen muss man es halt.

Lynxx
Lynxx melden

Jesus hatte seine Anhänger nicht dazu aufgefordert, diejenigen Menschen zu massakrieren, die später die Kontrolle über den Ort mit seinem Grab ausübten. Wenn Papst Urban II seine Anhänger mit den Worten „Gott will es!“ dazu aufforderte, dann ist er damit nicht besser als der „Kalif“ des vorgeblich „Islamischen Staates“, wenn dieser dazu auffordert, alle zu töten, die nicht seine Meinung teilen.

strizzi1949
strizzi1949 melden

Hallo? In welchem Jahrhundert leben Sie? Sicherlich nicht im 21-sten! Was wollen Sie HEUTE mit Papst Urban II? Das ist wieder einmal typisch für Euren Menschenschlag! Sind alle geistig im Mittelalter stecken geblieben! OK, es hat damals arge Fehler des Christentums gegeben, aber seither sind einige Jahrhunderte vergangen und die Chriosten haben sich weiterentwickelt, ...

strizzi1949
strizzi1949 melden

was man von den Islamisten NICHT behaupten kann! Diese Journalistein hält Euch den Spiegel vor! Wäre hilfreich, wenn Ihr einmal in Euch gehen würdet und verinnerlichen würdet, was sie schreibt, anstatt schon wieder rundum auszuteilen!
NACHDENKEN ist hier die Devise!

ich hoffe, der eine oder andere politiker liest das, was ich geschrieben habe, und gibt das weiter, wohin auch immer, es wird endlich ZEIT. Bitte tut was, endlich.

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