Oster-Brauch von

Was ist dran an der
"Cholesterinbombe Ei"?

"An den Feiertagen dürfen es ruhig zwei Eier täglich sein"

Ei © Bild: iStockphoto

Mehrere Millionen gefärbte Eier werden rund um Ostern im österreichischen Handel verkauft. Der Volksmund spricht von Cholesterinbomben, laut Sandra Holasek, Ernährungswissenschafterin an der Med-Uni Graz darf bei der Osterjause durchaus mehrmals zugegriffen werden. In einer Mitteilung am Mittwoch hat sie sich für "ausnahmsweise" zwei Eier täglich ausgesprochen.

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Was wäre Ostern ohne Eier? Sie kommen bunt gefärbt ins Osternest, hartgekocht zur Osterjause und sind eine wichtige Zutat im Osterbrot und weiteren feiertäglichen Backwaren. Doch die Eier erhalten reichlich Cholesterin. Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist wiederum eines von mehreren Anzeichen für ein erhöhtes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Hier relativierte die Grazer Ernährungswissenschafterin am Mittwoch per Aussendung: "Ein durchschnittlich großes Ei deckt den täglichen Cholesterinbedarf eines Menschen ab, der bei rund 300 mg liegt", der im Ei enthaltene Stoff Lecithin verringere jedoch die Aufnahme des Ei-Cholesterins.

Kein Zusammenhang zwischen Herzkrankheiten und Ei-Konsum

Zusätzlich würden Phospholipide positiv auf die Funktionalität des "guten" HDL-Cholesterins wirken, hielt Holasek fest. Dies führe wiederum zu einem besseren Abtransport von Cholesterin aus der Blutbahn. Laut der Grazer Expertin, die an der Med-Uni Graz die Forschungseinheit "Ernährungsforschung/Nutrition and Metabolism" leitet, habe die Forschung schon vor längerer Zeit festgestellt, dass es zwischen koronaren Herzkrankheiten und dem Konsum von Eiern keinen direkten Zusammenhang gibt.

Wertvolle Inhaltsstoffe

Die Ernährungswissenschafterin wies auf die wertvollen Inhaltsstoffe der Eier hin. "Ein ungesundes Nahrungsmittel ist das Ei keinesfalls, enthält es doch hochwertiges Eiweiß mit einer ausgewogenen Bilanz von essenziellen und nicht essenziellen Aminosäuren, die das Hühnerei zu einer leicht verdaulichen und wichtigen Eiweißquelle machen", schilderte Holasek. Der Eidotter enthalte im wahrsten Sinne des Wortes "das Gelbe vom Ei". So enthält das Kraftpaket laut Wallner nicht nur viele Vitamine wie die Folsäure, Vitamin A, D, E und K sondern auch wichtige Mineralien, wie beispielsweise Zink. "Das gekochte Ei ist noch voll von diesen Inhaltsstoffen, da beim Kochvorgang wenig verloren geht", führte Holasek aus.

Zwei bis drei Eier pro Woche empfohlen

Bei der Osterjause mehr als einmal zum Ei zu greifen hielt die Ernährungswissenschafterin für unbedenklich: "An den Osterfeiertagen ist es kein Problem ausnahmsweise zwei Eier täglich zu Essen." Für den Alltag verwies sie auf die Österreichische Gesellschaft für Ernährung, die grundsätzlich einen Eikonsum von zwei bis drei Eiern pro Woche empfiehlt - einschließlich der weiterverarbeiteten Eier, wie man sie in Eierteigwaren, Mehlspeisen usw. findet.

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