2014 von

Chinesisches Horoskop: Jahr des Pferdes beginnt

Wahrsager sagen Spannungen und Konflikte, aber auch Aufbruch und Fortschritt voraus

Jahr des Pferdes © Bild: Thinkstock

Das Pferd ist ein stolzes Tier: schnell und kräftig, aber auch impulsiv und dickköpfig. Diese Eigenschaften werden uns in den kommenden zwölf Monaten begleiten, wenn am 31. Jänner nach Chinas klassischem Kalender das Jahr des Pferdes beginnt. Davon sind zumindest chinesische Wahrsager überzeugt.

Sie erwarten eine explosive Mischung mit mehr Spannungen und Konflikten, aber gleichzeitig sehen sie auch die Chance für einen neuen Aufbruch und Fortschritt. Sie berufen sich auf Jahrtausende alte Erfahrungen, denn der traditionelle chinesische ist einer der ältesten Kalender der Welt und geht mehr als 4.000 Jahre zurück.

Tief greifende Wendepunkte

Laute Prognose stehen große Umwälzungen bevor. Die Pferdejahre standen in der Geschichte für tief greifende Wendepunkte, wie die Große Depression 1930 oder der Beginn der Kulturrevolution in China 1966. Alle zwölf Jahre tritt der Mond laut chinesischem Kalender in das siebente Tierkreiszeichen, das Pferd, ein. Das Neujahrsfest fällt immer auf die Zeit zwischen Jänner und Februar. Auch Frühlingsfest genannt, ist es das höchste chinesische Familienfest.

"Mehr internationale Konflikte"

Der bekannte Hongkonger Wahrsager Raymond Lo macht sich Sorgen um das anstehende Jahr des Pferdes. "Es wird mehr internationale Konflikte und Auseinandersetzungen geben, und sie könnten sogar zu heftigen Kämpfen und Kriegen führen", meint er. Die Hartnäckigkeit des Pferdejahres mache das Lösen von Konflikten schwer.

Mutig und kühn

Das Pferdejahr ist aber nicht generell schlecht. Ganz im Gegenteil: Pferde gelten als selbstbewusst, unabhängig und loyal. Überlieferungen zufolge sind Pferde mutig und kühn. Sie sollen vor Energie und Selbstvertrauen sprühen. Knallharte Geschäftsleute und geborene Führer mit großem Ehrgeiz werden nach chinesischer Lesart oft in Pferdejahren geboren. Sie können hart arbeiten, sind intelligent und freundlich. Dafür sollen Pferde Probleme mit dem anderen Geschlecht haben. Sie gelten als opportunistisch, ändern ihre Meinung aus Launen heraus und denken zu sehr an sich selbst und zu wenig an andere.

Prominente "Pferde"-Geborene

Helmut Kohl wurde im Jahr des Pferdes geboren - ebenso Lenin und Chinas ehemaliger Staats- und Parteichef Hu Jintao. Prominente "Pferde" sind auch Clint Eastwood, Barbra Streisand und Aretha Franklin, Frederic Chopin, Rembrandt und der ehemalige US-Präsident Theodore Roosevelt. Am besten sollen Pferde (1954, 1966, 1978, 1990) mit Tigern (1950, 1962, 1974, 1986), Hunden (1958, 1970, 1982, 1994) und Schafen (1955, 1967, 1979, 1991) zusammenpassen.

Internet-Trend

Viele Chinesen stimmen sich mit einem Wortspiel auf das neue Jahr ein: Die chinesische Formulierung für "bald gibt es" oder einfach "schnell" bedeutet wörtlich übersetzt "Auf dem Rücken des Pferdes". In Sozialen Netzwerken kursieren bereits Tausende Bilder, auf denen Nutzer etwa Geldscheine kleinen Stoffpferden auf den Rücken gelegt haben, "Auf dem Rücken des Pferdes gibt es Geld" klingt fast so wie "Bald gibt es Geld". Eine Nutzerin kommentierte ihr Pferdefoto: "Keine Ahnung ob das hilft. Aber schaden kann es ja nicht."

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