Chinas Autos wollen nun nach Deutschland: Shuanghuan CEO und Zhejiang Jonway UFO

Plagiatsvorwürfe erschweren die Markteinführung Erste China-Autos fielen sicherheitstechnisch durch

Chinas Autos wollen nun nach Deutschland: Shuanghuan CEO und Zhejiang Jonway UFO © Bild: APA/Wu Hong

Der Importeur China Automobile Deutschland will im Februar mit dem Verkauf von zwei wegen Plagiatsvorwürfen umstrittenen Modellen in Deutschland beginnen. Die ersten Lieferungen würden Ende Jänner erwartet, die nötigen Zulassungen für den Verkauf in der Europäischen Union lägen vor, Verträge mit 100 Händlern seien unterzeichnet worden, berichtete die Branchenzeitung "Automotive News Europe" am Wochenende im Voraus unter Berufung auf eine Sprecherin des Importeurs.

Die beiden Modelle hatten auf der Automobilausstellung IAA in Frankfurt im Herbst 2007 für Aufsehen gesorgt. Der Geländewagen CEO des Herstellers Shuanghuan ähnelt optisch stark dem BMW X5, der UFO von Zhejiang Jonway dem Toyota RAV4. BMW will sich deshalb gegen den Import zur Wehr setzen. Ein Gerichtsbeschluss werde noch in diesem Jahr erwartet, sagte ein Sprecher der Zeitung.

Noch mehr Chinesen
Unterdessen drängen drei weitere Hersteller aus China auf den westeuropäischen Markt. Geely wolle eine in Russland bereits erhältliche Limousine "innerhalb der nächsten drei Jahre" in Europa verkaufen, BYD Auto das Fließheckmodell F1 auf dem Genfer Autosalon im März 2008 zeigen, berichtete das Blatt. Changfeng peilt binnen zwei bis drei Jahren Europa und die USA an.

Bisher kein Leiberl
Die ersten Modelle aus China waren vor zwei Jahren auf der IAA eher belächelt worden und in Sicherheitstests durchgefallen. (APA/red)