China leidet weiter unter Schneechaos:
Wetterkapriolen forderten 60 Todesopfer

Hunderttausende Häuser liegen unter Schneemassen Staat rationiert Brennstoffe. Viele Stromausfälle

China leidet weiter unter Schneechaos:
Wetterkapriolen forderten 60 Todesopfer © Bild: EPA

Ein baldiges Ende des schlimmsten Winters in China seit 50 Jahren ist nicht in Sicht. Die Meteorologiezentrale des Landes warnte am Samstag, in der kommenden Woche sei voraussichtlich keine Wetterbesserung zu erwarten. Bisher starben mindestens 60 Menschen in der Kälte, Millionen leiden unter Strom- und Heizungsausfällen.

Das öffentliche Leben und der Verkehr liegen seit Tagen in weiten Teilen des Landes lahm. Hunderttausende Häuser wurden unter den Schneemassen begraben. 300.000 Soldaten und 1,1 Millionen Reservisten sind im Rettungseinsatz, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Die Regierung schätzt den volkswirtschaftlichen Schaden auf mittlerweile 7,5 Milliarden Dollar (5,04 Milliarden Euro).

In der südlichen Vier-Millionen-Metropole Chenzhou versuchten Wartungsmannschaften unter Hochdruck, die eingefrorenen Haupt-Stromkabel freizulegen und so die Stadt wieder ans Netz zu bringen. Seit mehr als einer Woche ist Chenzhou ohne Elektrizität. Lebensmittel und Benzin werden knapp. Auch andere Großstädte litten unter dem Schneechaos, etwa Shanghai, wo am Samstag für mehr als 1.000 Schiffe nichts mehr ging, weil der Hafen geschlossen wurde. (apa/red)