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Rekordsmog in Peking

Zweithöchste Alarmstufe Orange erstmals ausgerufen. Unglaublicher Feinstaub-Wert.

Smog in Peking © Bild: Reuters/Lee

25 Mikrogramm Feinstaub über 24 Stunden sind für die Weltgesundheitsorganisation WHO unbedenklich. In Peking wurden am Samstag unfassbare 993 Mikrogramm gemeldet und erstmals die zweithöchste Alarmstufe Orange ausgerufen. Der Schadstoffausstoß einiger Fabriken wurde daraufhin reduziert, für einen Teil der Behördenautos galten Fahrverbote. Nach dem Notfallplan wurden auch Freiluftaktivitäten von Grund- und Mittelschülern in extrem belasteten Stadtteilen der 20-Millionen-Metropole vorerst bis Dienstag ausgesetzt.

"Diese Zahlen stellen extreme Luftverschmutzung dar", sagte der Umweltprofessor Zhu Tong von der Peking Universität. "Die Schadstoffe haben sich über die windstillen Tage angesammelt." Die Gesundheitsbehörden rieten den Pekingern, möglichst wenig vor die Tür zu gehen. Alte, Kranke und Kinder sollten ganz daheimbleiben.

Krankenhäuser meldeten einen "starken Anstieg" von Patienten mit Atemwegserkrankungen. Im Luftwaffen-Hospital nahm die Zahl um 30 Prozent zu, im großen Chaoyang-Hospital um 10 bis 30 Prozent, wie die Zeitung "Beijing Chenbao" berichtete. Der Smog setzt vor allem älteren Menschen und Kindern zu. Im Kinderkrankenhaus wurden vermehrt Atemwegsleiden behandelt. Auch gab es zunehmend Herz- und Kreislaufprobleme, wie Staatsmedien berichteten.

Massive Auswirkungen
Orange ist die zweithöchste Alarmstufe. Nach dem Notfallplan sollen 30 Prozent der Autos von Regierung, Partei und Stadtverwaltung nicht mehr fahren. Die Schadstoffemissionen von 54 Fabriken müssten um 30 Prozent reduziert werden, berichtete Xinhua. An 28 Baustellen seien staubproduzierende Erdarbeiten eingestellt worden. Auch die Autofabrik des südkoreanischen Herstellers Hyundai sowie eine Zementfabrik stoppten die Produktion.

Um sich gegen die Luftverschmutzung zu schützen, kauften Pekinger teure Luftfilter und Atemmasken. Die große Elektronik-Kaufhauskette Suning verkaufte nach eigenen Angaben neunmal mehr Luftreiniger als sonst. Apotheken meldeten ein Vielfaches der normalen Nachfrage nach verschiedenen Mundschutzmodellen. In Online-Verkaufsbörsen stieg der Verkauf seit Freitag um das Zehnfache, wie Xinhua berichtete. Besonders aufwendige Masken gegen Feinstaub waren gefragt.

Kommentare

Man sieht sogar auf der Weltkart für Solareinstrahlung wo die dicht bevölkerten Teild Chinas sind. Noch schlimmer in den großen Städten.

Von einer 11 MW Photovoltaik würde man am 32. Breitengrad normal einen Jahresertrag von über 19 GWh erwarten. Nicht so in Nanking, durch den Dunst nur 9,67 GWh.

http://wohnen.pege.org/2011-intersolar/peking-shanghai.htm

Einen solachen Ertrag würde man in London erwarten, welches wesentlich weiter nördlich liegt.

wintersun melden

Also wenn das Bild das Ergebnis der Feinstaubbelastung zeigt, muss ich sagen ich bin echt froh dass ich nicht dort leben muss. Das ist ja ein wahres Himmelfahrtskommando wenn man sich da ungeschützt aufhält.

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Ist zum Glück nicht überall so. 4 mal am Flughafen Peking, viermal solcher Dunst wie auf den Photo, aber in Changchun immer klare Luft.

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