"Cheyenne" von

Filmstar als Alt-Rocker

Sean Penn zeigt sich brilliant von seiner schlimmsten Seite

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    Cheyenne - This Must Be The Place

    Dieses gschminkte Männer-Auge gehört...

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    Cheyenne - This Must Be The Place

    ...diesem Herren. Kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich Sean Penn.

Cheyenne war einst ein gefeierter Rockstar. Inzwischen ist er 50 und sieht immer noch aus wie damals, nur eben viel mehr abgehalftert. Bei dieser Beschreibung hat man wohl viele Gesichter im Kopf – aber wohl kaum jenes von Sean Penn. Dennoch könnte wohl keiner diese Rolle besser spielen als er. Zu sehen in „Cheyenne – This Must Be The Place“.

Der ehemalige Rock-Musiker Cheyenne lebt seit Jahren zurückgezogen mit seiner Frau Jane (Frances McDormand) zwischen Depression und Langeweile. Aussehen tut er allerdings noch wie vor 30 Jahren – ein Goth mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Wüsste man nicht, dass es sich um einen abgehalfterten Rockstar handelt, würde man beinahe meinen, es gehe um einen abgehalfterten Transvestiten.

Penn auf Nazi-Jagd
Abwechslung in Cheyennes Leben bringt der nahende Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat. Um ihn ein letztes Mal zu sehen, reist er nach New York und erfährt dort von dessen Besessenheit, jenen Nazi-Verbrecher ausfindig zu machen der ihn damals im KZ in Auschwitz quälte. Da sein Vater nun nicht mehr kann, macht sich Cheyenne auf die Suche nach jenem Mann – in New Mexico. „Was machst du, wenn du ihn findest?“, wird Cheyenne gefragt. Das ist wohl neben seiner Selbstfindung die große Frage dieses Trips.

Kinostart unbekannt
Wie auf einem Trip wirkt auch Sean Penn in dieser Rolle. „Schon allein für seinen Haarschnitt müsste er den Oscar bekommen“, schrieb moviepilot.de. Der Trailer wirkt bereits sehr vielversprechend, doch eigentlich ist Sean Penn in diesem Aufzug, Grund genug, das Kino zu besuchen (wann der Film in Österreich startet, ist noch nicht bekannt).