Chavez schlägt wieder zu: Südamerika und Afrika müssen sich gegen USA verbünden

"Hegemonie des nordamerikanischen Reiches"

Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat Südamerika und Afrika aufgefordert, sich gegen die USA zu verbünden. "Wir sollten gemeinsam marschieren, Afrika und Lateinamerika, verbrüderte Kontinente mit gemeinsamen Wurzeln", sagte er auf einer Sitzung der Afrikanischen Union in Gambia. Nur gemeinsam könne die Welt in eine andere Richtung gelenkt werden.

"Die Welt wird bedroht von der Hegemonie des nordamerikanischen Reiches." Chavez' Rede wurde mit dem Applaus der AU-Vertreter begrüßt. An dem Treffen in Banjul nimmt auch der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad teil.

Chavez forderte zudem die afrikanischen Regierungen auf, nach dem Vorbild seines Landes und Boliviens mehr Kontrolle über die Bodenschätze zu übernehmen. "In Venezuela waren wir es Leid, dass unser ganzes Öl an Graf Dracula ging", sagte er. "Nun ist Venezuela frei und wir haben die Kontrolle über unser Öl wiederlangt." Venezuela ist der fünftgrößte Ölexporteur der Welt.

Annan sprach mit Ahmadinejad über Atomstreit
UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat am Rande des Gipfeltreffens der Afrikanischen Union mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad über den Atomstreit gesprochen. Ahmadinejad habe eine "positive Herangehensweise" betont und gesagt, er habe Anweisung gegeben, den Streit um das iranische Atomprogramm friedlich zu lösen.

Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und Deutschland hatten dem Iran Anfang Juni Gespräche über "Anreize" angeboten, sofern Teheran die umstrittene Urananreicherung einstellt. Hoch angereichertes Uran kann zum Bau von Atombomben verwendet werden.
(apa/red)