Chavez verstaatlicht Ölindustrie bis 1. Mai:
Alle Ölprojekte im Orinoco-Becken betroffen

Ausländische Firmen sollen in venezuelanische Hände BP & Co. dürfen sich als Minderheitspartner beteiligen

Der venezolanische Präsident Chavez hat die Verstaatlichung aller von ausländischen Konzernen betriebenen Ölprojekte im Orinoco-Becken verfügt. Er habe einen entsprechenden Erlass unterzeichnet, sagte Chavez. Bereits Anfang Februar hatte er angekündigt, Venezuela werde bis zum 1. Mai die Mehrheit bei allen Ölprojekten im Orinoco-Becken übernehmen.

"Die Zeit der Privatisierung des Öls in Venezuela ist vorbei", sagte Chavez. Jetzt komme die Verstaatlichung des Öls im Land. Bis zum 1. Mai würden die Ölfelder besetzt und die Flagge des Landes werde auf ihnen wehen. Im Orinoco-Becken sind derzeit BP, Exxon, Chevron, ConocoPhillips, Total und Statoil aktiv.

Das staatliche Ölunternehmen PDVSA werde mindestens 60 Prozent der Anteile an den Projekten übernehmen, erklärte Chavez. Die Konzerne hätten vier Monate Zeit zu entscheiden, ob sie sich als Minderheitspartner des Staatsunternehmens an Joint-Ventures beteiligen wollen. In anderen Regionen Venezuelas gibt es seit dem vergangenen Jahr vom Staat kontrollierte Joint-Ventures für die Ölförderung.

(apa/red)